Dawud - Meine Story

As Salam Alaikum wa rahmatullah wa barakatuh an alle die der Rechtleitung folgen.
Insallah geht es euch allen gut, und euer Iman ist insallah auf hoher Stufe.

Ich wollte euch insallah hier schreiben um meine Geschichte euch mitzuteilen, alhamdulilah dass Allah swt. mich rechtgeleitet hat.
Ich hoffe, dass insallah jemand einen Nutzen von meiner Story hat.

Erstmal zu meiner Person:

Ich bin momentan 20 Jahre alt alhamdulilah, und wurde in Köln als Sohn eines kroatischen Vaters und einer serbischen Mutter geboren.
Früher war ich (auf dem Papier, ich wusste weder etwas davon noch hab jemals etwas von der Religion mitbekommen) serbisch-orthodoxer Christ.
Diese Sache mit der Dreifaltigkeit habe ich nie verstanden.
An Gott geglaubt habe ich damals auch nicht wirklich.
Zwar habe ich in schweren, für mich aussichtslosen Situationen innerlich damals schon zu Allah swt. gebetet, aber es war mir nie richtig bewusst.
Ich hatte aber immer das Bild von Gott, wie es im Islam dargestellt ist.

Bis vor meiner Rechtleitung vor ca. etwas mehr als einem Jahr hatte mein Leben keine Struktur und ich war leider kein rechtschaffener Mensch.
Ich habe meinen Vater nicht geachtet, ich habe meine Mutter nicht geachtet, ich habe Drogen verkauft, viele weitere Straftaten begangen und am schlimmsten ich habe Allah swt. verleugnet.

Damals dachte ich das Leben wäre sinnlos, und dass es nur um Frauengeschichten, Drogen, Alkohol, Partys, Geld und Spass ging.
Materiell ging es mir sehr gut, ich hatte sofort mit 18 Führerschein, ein eigenes Auto, viele teure technische Geräte, teure Klamotten, Geld und so weiter und so fort.
Auch einen großen Freundeskreis hatte ich, der zum Großteil aus Menschen aus islamischen Familien bestand.

Jedenfalls brach ich mit 16 die Hauptschule ab, ein Jahr lang tat ich dann garnichts im Bezug zu meiner beruflichen Karriere, aber nach einiger Zeit machte meine Familie Druck und ich meldete mich halt auf einem Berufskolleg an.
Nach einem Jahr holte ich dort den Hauptschulabschluss nach, aber ansonsten änderte ich mich kein bisschen, es wurde sozusagen noch schlimmer.
In den Sommerferien von diesem Jahr, war ich in Deutschland und alles bei mir ging den Bach runter. Ich nahm mehr Drogen und Alkohol als zuvor, litt unter Depressionen.
Nach den Sommerferien kam ich auf eine andere Schule, um den Realschulabschluss nachzuholen.
Dort fiel ich eigentlich immer als Asozialer auf, man merkte es einfach an meiner Art dass ich halt leider keinen guten Umgang zu der Zeit hatte, audubillah.

Diese Zeit war eigentlich auch der Tiefpunkt meines Lebens.
Ich hatte nur Streit zu Hause, bekam schlechte Noten, Gerichtsverhandlungen etc.

Über den Sinn des Lebens fragte ich mich immernoch.
Zu der Zeit passierten einige schlimme Dinge:

Ein Freund von mir, wurde nach einem Überfall von einem Polizisten tödlich getroffen, er starb noch vor Ort.
Wir waren alle tief getroffen.

Kurze Zeit später, starb ein anderer Freund von mir, als er mit seinem Auto raste und sich auf nasser Straße mehrmals überschlug, da er nicht angeschnallt war wurde er aus dem Auto geschleudert und verblutete noch an der Unfallstelle.
Ein anderer Freund, der eigentlich von uns allen immer als der schlimmste angesehen war, raubte mit zwei Kollegen eine Tankstelle aus, wurde verhaftet und zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt.

Ich dachte mir, wie schnell das Leben vorbei sein kann, es kann auch Leute treffen, die erst 18 oder 21 sind. Man kann sich durch sein Verhalten auch sein Leben dermaßen versauen, dass man nie wieder eine Chance von der Gesellschaft bekommt.

Zu der Zeit lernte ich auch eine junge Libanesin kennen, mit der ich oft über alle möglichen Dinge im Leben diskutierte.
Natürlich auch über Allah. Obwohl sie ihre Religion nicht wirklich praktizierte, konnte sie mich wenigstens in die Grundlagen einführen.

Es kam aber auch schnell der nächste Schicksalsschlag für mich:

Ich wurde wegen einigen Delikten angeklagt, mein Anwalt meinte auch, dass es nicht gut aussieht für mich, ich sollte mich auf 4-6 Jahre Haft einstellen, da ich auch schon mehrmals vorbestraft war, und bei der Polizei kein Unbekannter.

Zu dieser Zeit befasste ich mich intensiv mit dem Islam. Ich wusste dass es in meiner Nebenklasse einen sehr gläubigen Muslim gab, so nahm ich Kontakt zu ihm auf, da mein ganzes "muslimisches" Umfeld nicht wirklich viel Ahnung vom Islam hatte.

Wir diskutierten täglich über den Islam, und mein Interesse wurde ständig größer. Irgendwann gab er mir einen Koran und einige islamische Bücher, zu dem nannte er mir Internetseiten, wie z.B. diewahrheitimherzen.net - wo ich mich informieren konnte.
In dieser Zeit brach ich schon zum Großteil den Kontakt zu meinen alten Freunden ab, war dann nurnoch zu Hause oder mit dem Bruder aus meiner Schule und wollte mehr vom Islam wissen, da es mich sehr fasziniert hat.
Auch die Brüderlichkeit hat mich zu tiefst beeindruckt, wo heute in dieser Gesellschaft alle nur geizig sind und versuchen, möglichst großen materiellen Vorteil aus einer Sache zu schlagen.
Beispielsweise, beim Sport damals hat mir noch nie jemand was zu trinken ausgegeben. Wenn mein Freund etwas trinken wollte, bot er mir auch immer was an. Und nicht nur einige Schlücke, er bestand immer darauf mir auch eine Flasche zu kaufen.
Bei nicht-Muslimen wurde man damals auch immer weggeschickt wenn es Essen gab. Ich kannte es aber durch einen irakischen Freund so, dass er und seine Familie mich zum essen immer einluden. Dies blieb tief in meinem Gedächtnis.

Irgendwann liessen auch meine Depressionen und meine Hoffnungslosigkeit nach. Was ich im Koran und in der Sira des Propheten Muhammad s.a.v. las hat mich sehr beeindruckt.
Ich träumte sogar vom Islam, und stellte mir vor, wie es ist ein Moslem zu sein.
Sachen, die ich mich im Leben schon immer gefragt habe, wurden aufeinmal klar.

Er nahm mich dann auch mal in eine Moschee mit, dort traf ich einen Deutschen, der vor einigen Jahren zum Islam übergetreten war. Ich unterhielt mich lange mit ihm.
In meinem Kopf fragte ich mich, wie er diesen Schritt geschafft hat, den ich eigentlich schon länger innerlich gehen wollte.
Der Bruder gab mir seine Nummer und half mir auch sehr, die letzten Blockaden und Fragen loszuwerden.

Mein Freund aus der Schule und ich trafen uns nun fast jeden Tag und unternahmen irgendwas zusammen, beispielsweise Fittnessstudio, zusammen für die Schule lernen oder sonst irgendwo in einem Cafe sitzen und über Deen unterhalten.
Dann hörte ich wie durch ein Wunder auch von einen auf den anderen Tag mit dem Drogenkonsum komplett auf, auch mit dem Alkohol und mit dem rauchen.

Mein Freund ermahnte mich, dass ich mir nicht mehr solange Zeit lassen soll, schliesslich wüsste ich nun genug und der nächste Atemzug könnte mein letzter sein.
Ich wollte zwar erst noch mehr Wissen und lernen, aber er überzeugte mich die Schahada zu sprechen.

Bei uns im Viertel sprach es sich bei den Muslimen auch herum, dass ich zum Islam konvertieren wollte. Keiner konnte es wirklich glauben, da mich alle noch aus der schlimmen Zeit von früher kannten.

Jedenfalls gingen der Freund aus meiner Schule (sein Name war übrigens Marat, und er kam aus Usbekistan) dann zu einem Assr Gebet zur Moschee, das war im November 2009.
So kam es dass ich dann die Schahada sprach, und alhamdulilah dadurch Muslim wurde.
Dadurch wurde ich ein neuer Mensch, nicht nur sprituell gesehen.

Meine Eltern sagen, dass ich mich so zum positiven verändert habe, keinen Kontakt mehr mit den alten Freunden habe, keinen Kontakt mehr zur Drogen, seit meiner islamischen Zeit auch alhamdulilah nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und versuche ein anständiger Mensch zu jedem zu sein. Meinen Realschulabschluss habe ich mittlerweile alhamdulilah auch in der Tasche.

Heute versuche ich komplett nach dem Islam zu leben. Keiner ist perfekt, aber wir haben die Pflicht, auf dem geraden Weg zu bleiben, und jeden Tag an uns zu arbeiten.

Ich will nur jedem Mut machen, den Islam anzunehmen. Der Islam ist für mich die schönste Religion die ich jemals kennen gelernt habe. Ich danke Allah swt. für die Rechtleitung. Ich mache Dua zu Allah swt. dass er jeden Menschen an dieser Glückseeligkeit teilhaben lässt. Seit offen für den Islam. Hört nicht auf die Medien. Geht in die Moscheen, lernt die Muslime kennen und macht euch ein eigenes Bild. Früher dachte ich ich wäre glücklich, aber im Vergleich zu heute als Muslim, hatte ich damals garnichts. Man kann immer wieder nur Allah danken. Auch wenn wir jede Sekunde Ibadat machen würden, wir könnte Allah swt. diese Gnade, Muslim sein zu dürfen nicht zurückzahlen. Es ist einfach diese Rahma von Allah swt. die uns Muslime sein lässt.

Insallah hat jemand einen Nutzen durch meine Geschichte. Ich entschuldige mich falls etwas an einigen Stellen unklar ist.

Wa alaikum salam wa rahmatullah wa barakatuh
 

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