Meine Geschichte für euch

Mein Leben 

Von einer Süchtigen zur Muslima

 

Hallo mein Name ist Nisanur. Ich möchte euch gerne von meinem Leben berichten.

Warum? Weil ich denke das es euch weiter helfen könnte. Also entweder lest ihr weiter

oder schlagt das Buch jetzt einfach wieder zu. Denn ich kann euch ja immerhin

zu nichts zwingen.

 

 

Ich wurde im August 1993 geboren in Berlin Lichtenberg. Mein Geburtsname ist Katharina.Ich bin in einer relativ verrückten Familie groß geworden. Ich habe zwei Geschwister, sie sind beide älter als ich. Außerdem lebte ich auch noch mit meinem Vater und meiner Mutter zusammen. Hört sich ganz normal an oder? Naja noch ist es das. Meine Geschwister und ich sind von einem anderem Vater, aber mich hat das nie gestört! Ich überspringe jetzt einfach mal die kindergarten Zeit, weil daran kann man sich bekanntlich ja eh kaum erinnern. Also so um 1999 ging ich in die Schule. Ich hatte viele Freunde. Mit den Lehrern hatte ich mich auch immer gut verstanden. Wie soll ich das sagen ich war ein Kind, das natürlich zickig war aber auch sehr kreativ war. Ich hatte immer den Respekt vor den älteren. Sowas wie häusliche Pflichten hatte ich gar nicht. Da mein Vater das immer meinen Geschwistern aufgedrückt hatte. Umso mehr ich denken konnte wollte ich es gar nicht mehr. Zu Hause gab es immer sehr viel stress. Früher wusste ich das nicht doch im laufe der Jahre habe ich mitbekommen das es sehr viel an meinem Vater lag. Er war alkoholiker und Choleriker (Ein Cholerika ist jemand der von einer zur anderen Sekunde schnell ausrastet), die wahrscheinlich schlimmste Mischung die ich mir vorstellen kann. Natürlich hatte mein Vater auch gute Seiten an sich. Naja ich war schon immer ein bisschen traurig, wenn meine Geschister zweimal Weihnachten feierten. Mein Vater und der Vater meiner Geschwister haben sich nicht wirklich gut verstanden, daher waren meine Geschwister

an den Feiertagen auch manchmal nicht da. Ich wurde auch oft bevorzugt. Das ist aufjedenfall was schönes aber umso älter ich geworden bin umso doofer fand ich das. Ich habe es auch immer gehasst wenn ich nachts aufgewacht bin weil meine Eltern sich gestritten haben. Am meisten gestritten haben sie sich immer wenn er besoffen aus der Kneipe kam. Manchmal ist er denn auf allen vieren durch die Wohnung gekrabbelt, weil er nicht mehr laufen konnte. Als kleines Kind findet man das noch lustig, weil man es da einfach nicht versteht. Naja das ging ziemlich lange so. Ich war froh, wenn ich zu Freunden gehen durfte. Deren Familien zu sehen war manchmal echt schwer für mich. Da gab es bestimmt auch mal Streit, aber sie sahen viel glücklicher aus. Meine Geschwister litten meist sehr unter meinem Vater, mal musten sie zur Strafe in der Ecke stehen, Kniebeuge machen und sowas. Sie mussten zwei Stunden lang lernen damit sie überhaupt mal raus gehen durften. Mussten die ganzen Hausarbeiten für mich mit machen. Aber sie waren immer für einander da und sie waren vorallem für mich da. Zu meiner Mutter hatte ich auch ein gutes Verhältnis, doch ich weiß bis heute nicht, warum sie dort nie eingegriffen hat. Warum sie das ganze Chaos einfach nie beendet hat. Mein Bruder und meine Schwester wurden auch oft fertig gemacht von meinem Vater. Doch aufgegeben haben sie nie. Ich kann mich an einen Streit ganz besonders gut erinnern. Wir waren in Hohenneuendorf. Der Garten gehörte meinem Opa väterlicherseits. Mein Vater war mal wieder angetrunken

und kam auf einmal zu mir und meinte: Du weisst doch das du meine Goldmarie bist oder? Daraufhin antwortete ich: Nein ich bin doch eine Pechmarie. Mein Vater antworte nicht darauf, sondern sagt nur noch: Ich hoffe du weißt das ich dich lieb habe! Kurz darauf hörte ich meine Eltern draussen nur noch lautstark streiten. Ich bin in das Schlafzimmer gerannt, wo meine Geschwister gerade saßen. Ich meinte nur noch schaut aus dem Fenster Mama und Papa streiten sich gerade. Dann sahen sie wie sich unsere eltern halb prügelten. Mein Vater wollte 50 dmark für Alkohol, ein Fahrrad um damit in den Wald zu kommen und ein Strick um sich zu érhängen. Meine Schwester hatte sie irgendwann nicht mehr im Blickfeld und rannte an die Tür. Sie schrie Lass meine Mutter sofort in ruhe!!! Daraufhin schmiss mein Vater ein Besen nach ihr. Mein Bruder der nur in Boxershorts war rannte los. Zu einer Freundin von sich. Er bat sie darum, das ihre Eltern bei meinem Opa anrufen sollen. Mein Opa schickte gleich die Polizei. Die nahmen mein Vater dann mit. Meine Mutter sollte alle spitzen Gegenstände entfernen. Sie wollte noch nicht mal eine Anzeige machen. Am gleichen Abend noch wurde sie angerufen und gefragt ob mein Vater noch am gleichem Abend wieder kommen darf oder erst zwei Tage später. Sie Antwortete zum Glück damit Nein Heute soll er nicht mehr wieder her kommen! Nächsten morgen stand er aufeinmal ganz früh auf der Matte. Ich habe einen Schock bekommen als ich wach wurde und er an meinem Bett saß. Dann war es eine Zeitlang wieder ruhig bei uns zu

Hause. Doch eines Abends sollte ich schlafen gehen, kaum war ich in dem Zimmer von meiner Schwester und mir, hörte man nur wieder einen lautstarken Streit. An diesem Abend sind sogar Gegenstände durch die Gegend geflogen. Und nächsten Tag zog mein Vater aus. Ich war schon traurig, weil er immerhin trotz allem mein Vater war. Meine Geschwister freuten sich etwas. Meiner Mutter ging es nicht gerade gut. Da wir uns die Wohnung nicht leisten konnten mussten wir dann umziehen. Nach Prenzlauerberg, mit in die Wohnung von meiner Oma (mütterlicherseits) und meinem Onkel. In der fünften und sechsten Klasse besuchte ich also auch noch eine andere Schule. Zu hause war es ganz lustig aber sehr eng. Meine Schwester, meine Mutter und ich teilten uns ein Zimmer. Mein Bruder hatte eins. Mein Onkel hatte ein kleines, wo nur ein Bett drin stand und ein eigenes Wohnzimmer. In dem anderem Wohnzimmer schlief meine Oma immer. Wiegesagt anfangs verstanden wir uns ganz gut. Irgendwann ging mein Bruder zur Bundeswehr und meine Schwester zog aus. Ich war sie immer mal wieder besuchen. In der Schule wurde ich anfangs gar nicht respektiert. Doch umso länger ich dort wohnte hatte ich auch immer mehr freunde. Ich war bereits 11 Jahre alt. Ich lernte dort auch meine Beste Freundin kennen. Mit der ich mich dann jeden Tag traf um Fußball zu spielen. Wir sind immer ganz früh dorthin gegangen, damit die älteren keinen Stress machten. Nachmittags gingen wir dann immer ins Ati, das war ein Jugendclub genau vor unserer Haustür. Meine beste Freundin Marie und ich

waren vllt nicht so beliebt bei den anderen Jugendlichen, dafür aber umso mehr bei den Betreuern. Wir fuhren in den Sommerferien mit dem Jugendclub weg, machten dort verschiedene Projekte mit und waren eigentlich fast immer da. Leider zog sie dann irgendwann weg, weil ihre Mutter einen neuen Freund hatte. Wir sahen uns nicht mehr so oft. Ich traf mich dann mit anderen freunden. Fing an zu rauchen und trank auch schon den ersten Alkohol.Das war so die Zeit kurz bevor ich in die Oberschule ging. So 2006/07  kam ich in die siebente Klasse. Ouh man war ich vllt aufgeregt. Ich traf mich immer noch mit den alten Freunden, wenn Marie vorbei kam war das wie ein Highlight. Zu hause war es noch ganz okay, aber ich war lieber draussen. Ich durfte bei den älteren sogar auf dem Fußballplatz mitspielen, auch wenn ich nur im Tor stand, hatte ich ein riesenspaß. Mein erster Schultag in der Oberschule war verdammt lustig. Meine Mutter hat mich hingebracht. Sie sollte noch ins Sekretariat, doch wir hatten zwei Gebäude also fand sie es nicht so schnell. Ich sah dort drei Mädchen rummstehen und fragte Seit ihr auch in der 7a? Sie nickten nur. Als meine Mutter los ging und mir tschüss sagte schrie ich ihr nur hinter her Ja Mama du kannst jetzt gehen, ich habe jetzt freunde gefunden! Die Drei Mädchen schauten ganz entsetzt.  Aber ich durfte trotzdem bei ihrer Gruppe bleiben. Also da war ich nun ein Mädchen geworden, das rauchte, viele Freunde hatte, total durchgeknallt war, in die siebente Klasse ging und gerade mal 13 jahre alt war. In der Schule lief es

eigentlich relativ gut. Ich fand mehr und mehr Freunde. Das war die zeit in dem ich das erste mal eine Muslima sah. Ich hatte das nie verstanden warum sie so anders lebt als ich. Ich wusste nicht warum sie nicht einfach solche Klammotten trug wie alle andern. Warum sie selbst im Sommer nicht in kurzen Sachen kam. Aber ich mochte sie trotzdem. Sie hat mir auch einfach mal so auf dem Schulklo die Harre geschnitten oder die Augenbrauen gezupft. Dann war da noch eine Mimi bei der ich gleich am ersten Wochenende des Schuljahres schlafen sollte. Sie war imme total lustig und auch sehr hübsch. Ich verstand mich gut mit ihr. Eigentlich verstand ich mich mit allen gut. Aber es hat nicht lange gedauert bis ich zu einem möchtegern Gangster wurde. Ich habe mich sehr stark geschminkt, nicht mehr so bunt angezogen wie früher und war sehr, sehr respektlos. Egal wer mir was sagen wollte, auch wenn es nur gut gemeint war, ich war immer dagegen. Habe Leute beleidigt ohne Grund. Sogar die Lehrer. Unsere Klassenlehrerin kündigte auch irgendwann. Nein nicht nur wegen mir, sondern auch wegen anderen. Mit meiner Oma verstand ich mich gar nicht mehr. Als wir neu bei ihr eingezogen waren, kam ich nach der Schule immer nach Hause und machte ihr Kaffe. Doch nun war sie zufrieden, wenn sie noch ein Hallo bekam. Mein Bruder war in zwischen auch schon wieder zu Hause. Er ist bei der Bundeswehr rausgeflogen. Meine Mutter spielte sehr viel Playstation mit meinem Onkel zusammen. Ich habe zu der Zeit das erste mal gekifft und habe auch angefangen harten Alkohol zu

trinken. Damals fand ich das total cool. Zum Anfang hat es auch nie jemand so wirklich mitbekommen, weder in der Schule noch zu Hause. Nach dem ersten mal Kiffen sind ca 3 Monate vergangen, dann habe ich es wieder und gemacht und dann nochmal. Am Wochenende waren wir immer weg trinken. Zum Anfang waren wir nur wenige Leute. Mit der Zeit sind immer mehr dazu gekommen, sie haben nicht gleich mit uns getrunken. Bei den meisten kam das alles erst viel später. Irgendwann war es nicht nur einmal am Wochenende das wir tranken, sondern zweimal. Es gab auch Tage wo eine Freundin zu ihrer Mutter meinte sie schläft bei mir und ich meinte zu meiner Mutter ich schlafe bei meiner Freundin. Wir waren gute 6-8 Leute die das machten. Dann sind wir die ganze Nacht lang Ringbahn gefahren, weil es draussen kalt war. Und morgens als es hell und wieder etwas wärmer geworden war, sind wir auf unseren Spielplatz vor der Schule gegangen. Dort haben wir immer abgehangen. Viele von uns sind denn nach Hause oder sind vor müdigkeit dort kurzzeitig eingepennt. Ich habe auch schon eine Freundin bei mir wohnen lassen. Wieso? Na pass auf ich erzähle es dir. Wir waren wieder die ganze nacht draussen, das war als deutschland gegen türkei gespielt hat. früh um vier uhr trafen wir ein paar Jungs. Sie sprachen meine freundin und mich gleich an. Das hat uns in dem Moment gefallen, weil wir Feuer für unsere davor geschlauchten Zigaretten brauchten. Die Jungs meinten die ganze Zeit kommt doch mit uns mit. Wir wollten aber nicht wirklich mit ihnen mitgehen. Kurz

darauf sprachen uns auch schon die nächsten an. Und ehe wir uns versahen saßen wir in irgendeinem Park in Wedding. Die zwei jungs wollten meine Freundin und mich die ganze Zeit trennen. Warum? Vielleicht damit wir nicht so viel selbstvertrauen haben, wenn wir alleine sind. Ich weiß es nicht.Das ist aufjedenfall keine schöne Erinnerung. Naja irgendwann gingen wir dann zu meiner Freundin nach Hause. Wir haben etwas geschlafen, das war nach der Nacht auch echt nötig, wenn ich ehrlich bin. Ich war total fertig. Nachdem wir so ca ein bis zwei Stunden geschlafen hatten sind wir wieder aufgestanden. Wir hatten keine Zigaretten mehr. Ihre große Schwester gab und glaube ich noch eine. Hmmm naja auf jedenfall brauchten wir Geld. Wir wollten ihre Mutter fragen. Doch sie hatte sich im Wohnzimmer mit irgendeinem Mann eingeschlossen. Ich weiss nicht wieso. Dann meinte ich zu meiner freundin probier doch die Tür aufzubrechen mit nem Löffel oder sowas.Doch der Schlüssel steckte von innen. Ihre große Schwester schrieb mit Edding BITCH an die Wohnzimmertür. Meine Freundin bekam es irgendwann hin das der Schlüssel wenigtens von innen hinunterfällt. Doch auf einmal Platze ihre Mutter aus dem Zimmer. Sie ist total auf meine Freundin losgegangen. Doch die beiden Schwestern hielten zusammen, so wie es sein muss. Ich habe meine Freundin dann erstmal bei mir wohnen lassen für zwei, drei Tage. Auf dem Weg zu mir haben wir uns nicht untrerkriegen lassen und hatten sogar richtig viel Spaß. Wir haben sogar ein Schwein an der Leine gesehen. Jetzt mal ohne Mist bor war das lustig.

Als sie sich mit ihrer Mutter wieder vertragen hatte, ging sie wieder nach Hause. Als ich abends wieder nach Hause kam fragten mich alle Wo ist denn deine Freundin? Ich habe die Situation aufgeklärt, aber war ziemlich geschockt. Ich meine normaler Weise fragt man doch erstmal wie gehts dir? oder Wie war dein Tag? Naja aber ich war es ja gewohnt enttäuscht zu werden. Naja da wohnten wir schon in Marzahn, da war eh so gut wie alles mist. Aber ich muss die Zeit nochmal kurz zurück spulen. Und zwar Fing es eines Tages bei mir an, das ich nicht nur trank am Wochenende, nein! Ich fing auch an regelmäßiger zu kiffen. zuerst nur am Wochenende. Da kam ich dann immer total fertig nach Hause. Eines Tages lernte ich eine neue Truppe von Leuten kennen, weil ein Freund von mir Geburtstag hatte. Das war 17.08.2007, das weis ich noch ganz genau. Ich fragte meine Mutter ob ich bei einer Freundin, die gleich nebenan wohnt schlafen kann. Meinte Mutter war einverstanden. Meine Freundin war nur ein Vorwand. In wirklichkeit habe ich bei einem Jungen von der Truppe geschlafen, damit ich länger raus kann und mehr trinken kann. Ich mochte diesen Jungen schon ein wenig. Aber er wollte nur das eine. Das hat mir nicht gepasst, also hab ich dann einfach geschlafen. Nächsten Morgen hat sein Opa mich geweckt. Er meinte das gleich besuch kommt, ob wir uns nicht anziehen können. Er hat extra Frühstück für uns gemacht. Das roch verdammt lecker. Doch plötzlich kam ein Anruf. Ein Anruf von meiner Mutter. Sie weinte ziemlich doll und meinte ich soll ganz schnell nach Hause kommen. Ich hatte angst

das sie wegen mir heult, weil ich gelogen habe. Doch als ich meinte sie solle sich beruhigen und was denn los wäre, traf mich der schlag. Sie sagte onkel Micha ist verstorben. Mein einziger Onkel tot? Wie ist das nur möglich. Ich habe ihn über alles gemocht. Und nun, nun war er einfach weg. Ja er war vorher auch schon krank. Er hatte einen krummen Rücken, konnte nicht aufrecht laufen. Doch er hat sich nie unterkriegen lassen. Mit den Drogen hatte er glaube ich auch das eine oder andere Problem. Doch das er einfach von dieser Welt gehen musste. Ich kam damit einfach nicht klar. Ich fuhr mit der Bahn ganz schnell nach Hause. Unterwegs hatte ich schon sehr doll geweint. Doch als ich dann zu Hause saß und alle anderen weinen sehen hab, habe ich mich auf einmal wieder so klein gefühlt. Ich setzte mich auf den schoß meiner Mutter. Meine Oma und eine gute Bekannte der Familie saßen auch mit im Wohnzimmer. Selbst meine Schwester war dort. Mein Bruder saß in dem Wohnzimmer von meinem Onkel er spielte gerade Playstation glaube ich. Ja Männer und Gefühle halt wa. Ein paar Tage später kam ich nach Hause und meine Mutter war weg. Ich brach in Tränen aus, ich hatte angst sie auch zu verlieren. Ih fing an sie zu suchen, denn ans Handy ging sie nicht. Meine schwester hatte es auch schon probiert. Dann auf einmal sah ich sie und mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es ging ihr gut. Ihr wollt wissen wo sie war? Ihr werdet schmunzeln! Sie war nur ein Geburtstagsgeschenk für mich einkaufen. Mein Geburtstag ist sechs Tage nach seinem Todestag. Also du

kannst dir bestimmt vorstellen das da mit feiern nicht großartig was war. Aber ich hätte es auch nicht übers Herz gebracht! Ein Monat nach dem Tod meines Onkels war seine Beerdigung. Unsere Familie war da. Die Jugendlichen die immer bei ihm waren, waren auch an diesem Tag für ihn da. Wir hatten einen Redner, doch ich fand seine rede verdammt unpassend. Ich habe sie nicht gemacht. Mein Bruder saß neben mir und ich habe ihn zum ersten mal deswegen weinen sehen. das konnte er nichts mehr halten. Meine Schwester tröstete in der zweiten Reihe meine Oma. Danach waren wir alle zusammen etwas essen. Keiner traute sich so wirklich darüber zu reden. Zum Anfang war alles sehr verklempt. Somit zerbrach unsere Familie auch. Wir mussten wieder umziehen.Was mir sehr schwer fiel. Denn der Garten von meinem Onkel in Köpenick wurde auch aufgegeben. Ich war als Kind immer sehr oft da. Alle haben sich eigentlich immer gut verstanden. Die Leute die dort wohnten kannten meinen Onkel und meine Mutter sehr lange, sie sind damals zusammen zur Schule gegangen. Komischer Weise waren sie nicht auf der Beerdigung, sondern nur deren Kinder. An diesen Garten hingen so viele Erinnerungen, gute und schlechte natürlich. Da hatte ich mich das erste Mal verliebt, habe mein erstes Fahrrad dort bekommen. Ich hatte dort so viele Leute um mich, dich mich liebten. Es gab auch viel Streit. Vor allem wenn mein Vater mit dort war. Ich war dort auch schwimmen. Habe das erste mal in meinem Leben geangelt. Es gab nur zwei Kinder in meinem Alter mit denen ich mich

verstanden habe. Deswegen war ich es schon sehr früh gewohnt immer mit älteren zusammen zu leben. Ich sag dir das war der schönste Ort der Welt für mich!!! Wir stritten uns mit meiner Oma. Wir mussten auch alle aus der Wohnung in Prenzlauer Berg raus, weil sie meinem Onkel gehörte bzw. weil sie auf seinen Namen war. Wir zogen also nach Marzahn. Damit wir uns auch eine angemesse Wohnung holen könnten ist meine Schwester wieder mit zu uns gezogen. Dafür ist meine Oma nicht mit uns gekommen. Mir war es mittlerweile schon fast egal wer wo wohnt. Ich habe die ganze Zeit bei einem Jungen gechillt in den ich zu der Zeit verliebt war. Mein ehemals bester Freund war auch mit dort. Was wir dort machten willst du wissen? Wir waren jeden Tag am kiffen. Ich trank jetzt nicht mehr jedes Wochenende, dafür kiffte ich aber jeden Tag. Wenn die beiden Jungs keine Zeit hatten, dann war ich auf dem Humanplatz. Das war der Platz direkt neben unserer Schule. Jeder der dort hinkam begrüßte mich. Alle begrüßten mich jedoch gleich: Küsschen links, küsschen rechts und dann sagten sie Na Kathi schon wieder fett(Fett ist in der Drogenszene ein Ausdruck für bekifft sein) oder biste schon am bauen(Joint bauen)? Mir ist das gar nicht mehr aufgefallen. Mittlerweile war es alles schon zur Gewohnhit geworden. Ich war zufrieden, wenn die Jungs mich anriefen oder abholten und wir in der Wohnung chillen konnten. Beim Umzug von Prenzlauer Berg nach Marzahn habe ich auch nicht mitgeholfen. Die Schule war mir auch schon egal geworden. Ich wohnte jetz nur noch

20 Minuten von meiner besten Freundin Marie entfernt, doch ich weiß nicht warum ich mich nicht einfach mit ihr traf. Ich war also zum Junkie geworden. Spätestens dann als ich Vor der Schule, in und nach der Schule kiffte. Wenn ich nicht fett war fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Alles war so kalt um mich rum. Ich wollte einfach in meiner eigenen Welt bleiben. Die ich manchmal teilte wenn ich Lust hatte und in der ich aber auch alleine sein konnte, wann immer ich wollte. Zwischendurch traf ich mich mal mit Marie, das sie das alles total doof fand habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Trotz allem war ich immer noch für meine Freunde da. Wenn jemand Kummer hatte konnter er oder sie ihn bei mir ablassen. Im Entefekt habe ich ja eh nichts mitbekommen. Es gab auch zwei Wochen bei den ich rund um die Uhr nur bei meinem ehemals betsem Freund war, weil sein Stiefvater im sterben lag. Doch anstatt mal klar darüber zu werden, das das Leben nur so kurz ist soffen und kifften wir uns die Birne jeden Tag zu. Wir passten Tagsüber aus seine kleine Schwester auf, denn in der Schule waren wir nur sehr selten. Und Abens ging es dann los. Wir soffen uns so sehr zu bis wir vor einander heulten. Doch jede Zeit hat einmal ein Ende. Ich weiss nicht mehr warum aber ich stritt mich mit ihm. Er flog von der Schule und wir hatten kein Kontakt mehr. Und wenn dann keinen Schönen. Ich traf mich wieder ab und zu mit Marie doch kiffen musste ich trotzdem. Es gehörte bei mir dazu wie bei anderen Leuten das Essen. Ich lernte immer mehr Süchtige kennen. Wollte

aufeinmal immer mehr ausprobieren an Drogen. Ich hatte Glück das die Leute um mich rum mir nichts anderes als Gras verkauften. So kam ich nur ganz, ganz selten an andere Drogen. Ich kann mich sonst leider kaum an die Zeit erinnern. Nicht leider, weil die Zeit schön war sondern weil es einfach mal drei Jahre meines Lebens waren die ich hätte anders in Erinnerung behalten sollte. Was ich noch weis ist das ich irgendwann mal probiert habe aufzuhören. Ich hab es denn auch mal für eine Woche geschafft. Zumindestens konnte ich es erstmal reduzieren. Auch wenn das auch alles nicht das Wahre war. Doch dann war ich dazu gezwungen für eine bestimmte Zeit aufzuhören. Mir wurden nämlich die Mandeln rausgenommen. Also lag ich im Krankenhaus. Und ich hasse Krankenhäuser!!!!!!! Doch wer war für mich da. Meine Beste Freundin. Ich war so dumm gewesen und habe meine Mutter bei einem internet Chat angemeldet. Sie war mich einmal besuchen. Naja was heisst besuchen sie war einmal dort gewesen um alles zu unterschreiben. Das machte mich traurig. Ich hatte natürlich Angst vor meiner ersten Operation. Seine Mutter an der Seite zu haben ist schon was schönes. Das vermisste ich sehr. Ich weiß nicht ob wir uns auseinander lebten oder ob das alles an diesem internet Chat lag. Selbst meine Schwester, die inzwischen mit ihrem Freund zusammen bei uns Wohnte war da. Es war so krass für mich das fast alle da waren nur meine Mutter nicht. Doch ich überstand es. Ich durfte nicht raus. Durfte nicht rauchen und schon gar nicht kiffen. Doch sobald ich aus

dem Krankenhaus draussen war tat ich all das wieder.Kurz darauf wachte ich eines Morgens auf und sah überall Blut. Meine Wunde war wieder aufgegangen. Also musste ich wieder ins Krankenhaus. Diesmal nur zwei Tage. Doch selbst zwei Tage können sehr, sehr lang sein. Als das alles dann aber endlich mal abgeheilt war lernte ich über einen internet Chat einen jungen kennen. Selbst ihn überredete ich zum kiffen. Ich trank auch mit ihm. Ihr müsst wissen, das Beziehungen bei Süchtigen nicht immer lange halten. Das war denn natürlich auch schnell wieder vorbei. Eines Tages fasste ich den Endschluss das ich damit aufhören muss und ich schaffte es sogar. Ich trank noch am Wochenende. Nicht gerade in Maßen sondern eher in Massen. Was auch nicht gerade sehr schön war, aber das mir dem Kiffen war erstmal erledigt gewesen. Meine Mutter hatte über diesen Chat einen Mann kennen gelernt bzw. mehrere sie fuhr mal dort hin und mal dort hin. Ich feierte Partys zu Hause. Die meisten gingen natürlich voll nach hinten los. Ich meine das Chaos hinterher war verdammt schlimm. Irgendwann kam meine Mutter auf die Idee das sie mit einem dieser Männer eine feste Bindung eigehen will. Also zog er zu uns. Keiner von uns Kindern war damit einverstanden. Doch ihr war das total egal. Mit ihm zogen auch ein paar Reptilien ein. Was Anfangs nicht sehr schlimm war. Der Freund meiner Schwester und der Freund meiner Mutter verstanden sich natürlich nicht. Ich meine warum sollte denn auch mal etwas normal laufen in meinem Leben. Nach fast einem halben Jahr zog meine Schwester also

mit zu ihrem Freund. Ich war traurig darüber. Als wenn das nicht reichte ging mein Bruder auch noch auf Therapie. Denn mein Bruder hatte auch ein Drogenproblem. Ich habe das damals nie mitbekommen. Ich war ja nie zu Hause gewesen. Ich fing an Gedichte zu schreiben. Aus gedichten wurden irgendwann Texte zum rappen. Ich war mittlerweile schon in der neunten Klasse. Also um mal alles zusammen zu fassen: Ich war ca so zwischen 15 und 16 Jahren alt, meine Geschwister hatten ihr eigenes Leben begonnen und meine Mutter lebte ihre zweite Jugend, in der Schule ging es gerade noch so gut. Ich war immernoch relativ Aggressiv. Das kam wahrscheinlich daher, weil ich so gut wie alles verloren hatte. Doch aufeinmal gab es dort einen Ausweg. Ich machte viel mit meiner besten Freundin. Und aufeinmal lernte ich einen Jungen kennen. Der hacken an der ganzen Sache war das er zur Bundeswehr ging. Wir waren frisch zuammen und schon musste er 11 Tage lang weg. Damals war das die Hölle für mich. Wir sahen uns immer nur am Wochenende. Wenn ich Freitags am Hauptbahnhof stand um auf ihn zu warten, war meine beste Freundin immer an meiner Seite. Als ich seine Freunde kennenlernte und ihn besser kennenlernte fing ich wieder an zu kiffen. Wie sollte es denn auch anders sein? Zuerst wieder nur am Wochenende. Das ging eine relativ lange Zeit so. Zuerst nur am Freitag. Später dann Freitag und Samstag. Nicht viel Später dann das ganze Wochenende lang. irgendwann wollte er nicht mehr zur Bundeswehr. Also half ich ihm da raus. Wir konnten uns

endlich öfters sehen. Ich war schon so gut wie bei ihm eingezogen. Wir kifften immer dann wann es ging. Mit meiner Musik machte ich trotzdem weiter. Ich schireb immer dann wann ich langeweile hatte, wenn ich traurig, sauer oder sonst irgenetwas war. Dann auf einmal rief meine Schwester mich an. Sie fragte Und machst du immer noch Musik? Ich erzählte ihr das sich dort nichts geändert hatte. Da erklärte sie mir das sie für mich, als Geburtstagsgeschenk eine Aufnahme für mich organisiert hatte. Da war ich echt froh. Und ich schrieb immer weiter. immer mehr. Ich schrieb sogar über Blatt hinaus. Also nahm ich meine ersten drei Lieder auf. Natürlich waren sie nicht so gut doch es war das schönste Geschenk von allen. Du fragst dich was mit meiner Mutter war? Bei meiner Mutter und mir gab es so gut wie nichts mehr. Sie war für ihren Freund da. Eine zeitlang holte ich sie auch immer von Arbeit ab. Hmmm naja das wars aber auch schon. Sonst haben wir nicht wrklich viel gemacht. Wir waren einmal schwimmen gewesen das weiß ich noch. Mit Marie zusammen, dem Freund meiner Mutter und deren kleinen Sohn. Achja da haben wir uns einen heftigen Sonnenbrand zugezogen. Aber der Tag war eigentlich relativ schön. Das zehnte Schuljahr hatte mittlerweile auch schon begonnen. Ich fuhr also fast jeden Tag von Potsdam nach Berlin - Blankenburg. Dadurch das mein Freund dann anfing in Berlin zu arbeiten konnten wir auch manchmal bei mir zu Hause schlafen. So langsam freundete ich mich mit dem Freund meiner Mutter an. Eigentlich war er ja doch ein ganz

lieber. Wir hatten verdammt viele Reptilien zu Hause. Von schlangen bis zu Stachelschwanwaranen. Ich fing auch an mich dafür zu interessieren. Also bekam ich erstmal zwei Geckos, aber nur zum Übergang. Die Geckos standen nämlich zum verkauf. Ich weiss noch ich nannte sie Minnie und Mickey. Ich hab sie von Zeit zu Zeit mehr gemocht. Doch dann wurden sie verkauft. Meine Mutter und ihr Freund organisierten sie eine reptilien Messe. Da waren sowas von viele Tiere. Da blieb es natürlich nicht aus, das ich auch eins wollte. Und ja, ich bekam auch eins. Einen ganz kleinen Gecko. Ich nannte ihn Freddi. Er war der beste Gecko der Welt. Na gut das Thema wollen wir wohl nicht weiter vertiefen oder? In der Schule freundete ich mich richtig gut mit einem Mädchen aus meiner Klasse an. Sie und ihr Freund machten auch Musik. Ich war oft bei ihnen, anstatt bei meinem Freund. Ich nahm dort noch zwei Lieder auf. Sie waren diesmal sogar relativ gut fand ich. Mit meinem Freund lief es nicht mehr so gut. Und kurz bevor wie dann ein Jahr zusammen gewesen wären machte er schluss. Mir war das eh nichts mehr, weil wir uns sehr viel stritten und die Chemie zwischen uns einfach nicht mehr passte. Ich fing auch an zu schwänzen. Ich wusste damals nicht was das für Konsequenzen mit sich bringt. Mir war es auch egal. Und umso mehr Musik ich machte, umso weniger kiffte ich. Das war mir auch ganz lieb. Mit dieser Freundin machte ich auch meine Abschlussprüfungen zusammen. Ich dachte wir sind gut genug um die Prüfungen zu bestehen. Also ging es erstmal los mit den mündlichen Prüfungen.

Ich hörte auf soviel zu schwänzen, war wieder öfters zu Hause. Doch am liebsten wäre ich wirklich wo anders gewesen, wenn ich ehrlich bin. Zu Hause gab es die ganze Zeit streit. Zwischen mir und dem Freund meiner Mutter. Zwischen meiner Mutter und mir und zwischen meiner Mutter und ihrem Freund. Das war kein schöner Anblick. Ich traf mich jedes Wochenende mit Freunden im Park. Wir soffen uns die Birne zu und ich schlug mich mit irgendwelchen Leuten. Ob Jungs oder Mädchen, es war mir egal. Oft lernte ich dort auch neue Jungs kennen. Dann war ich mal in den einen verguckt und danach wieder in den anderen. Am jeweils nächsten Montag war ich natürlich das gesprächs Thema der Schule. Zu dem Zeitpunkt gefiel mir das eigentlich ganz gut. Ich lies mir ein Piersing nach dem anderm stechen und somit war ich ziemlich durchlöchert. Ich hatte eins in der Nase an der Lippe und in der Wange. Ich weiss nicht wieso, aber es gefiel mir einfach zu gut. Eines Abends kam meine Mutter in mein Zimmer, mit ihrem Telefon am Ohr. Sie gab mir ein Zeichen das ich ruhig sein sollte. Ich dachte mir nur Wunder was jetzt wieder abgeht. Als sie fertig war fragte ich sie gleich aus wer das war und so. Sie Antwortete mir auch ganz locker auf diese Fragen. Ich war unter Schock! Sie war inzwischen mit noch jemandem zusammen, sie machte mit ihrem Freund schluss um mit dem kerl vom Telefon zusammen zu sein. Ich glaubte das einfach nicht. Ich wollte nicht das schon wieder jemand bei uns einzieht. Oder schlimmer doch das wir wegziehen. Wer wusste schon auf was für einem Tripp sie diesmal wieder

wa. Ich habe das einfach nicht in meinen Kopf kriegen wollen. Naja die Trennung verlief natürlich nicht so gut. Er wohnte ja auch immernoch bei uns. Sie stritten sich nur noch mehr und stichelten gegeneinander. Aber wie! Ich hing wieder viel mit Marie ab was mir auch gut tat. Wenn Marie und ich gerade in meinem Zimmer chillten und meine Mutter mal lust hatte raus zu gehen, weil sie es zu Haue mal wieder nicht aushielt, fragte sie und immer ob wir mit möchten. Die zeiten waren eigentlich ganz cool mit meiner Mutter. Wir gingen eis essen oder mal was neues einkaufen. Ich dachte das es jetzt nur noch Bergauf gehen kann. Aber wie heißt es so schön, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Eines Abends dann sagte mir meine Mutter das sie diesen Typen vom Telefon mal besuchen gehen will. Natürlich hatte ich nichts dagegen. Immerhin konnte ich dann eine Homeparty schmeißen. Ja auch diese Party ging ziemlich nach hinten los. Naja aber was soll ich machen. Als meine Mutter alo nach einer Woche wieder kam brachte sie mir neue Schuhe mit und so. Das fand ich richtig gut. Sie meinte auch das ihr das dort sehr gefallen hat. Nachdem fast eine Woche vergangen war wollte sie schon wieder hinfahren. Der Typ meinte das ich einfach mitkommen soll. Ich meinte nur das die Prüfungen endlich anfingen. Das war den beiden sowas von egal das sie mich einfach krankschreiben lassen wollten. Aber nein das wollte ich nicht. Naja sie war wieder zwei Wochen weg in der Zeit entschied sich das ich meine Abschlussprüfungen

natürlich nicht bestanden hatte, doch ich machte das beste draus. Nach den zwei wochen rief mich meine Mutter an und meinte das sie noch zwei Wochen da bleiben wolle. Sie schickte mir ein Packet mit essen und 20 Euro. Und die zwei Wochen vergingen schnell. Ihr Exfreund zog auch endlich aus. Ich stritt mich sehr oft mit dem neuem Freund von meiner Mutter und das nur am Telefon. Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn ich ihn gesehen hätte. Ich glaube aber nichts Gutes. Als dann schon über zwei Wochen vergangen waren, meinte meine Mutter zu mir das sie da bleiben möchte und ich auch dahin ziehen soll. Ich war total geschockt. Ich hatte mal zu ihr gesagt Naja wenn du irgendwann mal zu ihm ziehen willst dann kann ich ja vielleicht mal für ein Jahr mitkommen. An diesem Satz hielt sie sich richtig fest. Ich meinte doch vielleicht aber das verstand sie natürlich nicht. Also stritten wir uns und vertugen uns wieder, etwas später stritten wir uns wieder. Meine Schwester unterstützte mich wo sie nur konnte. Dann an meinem Geburtstag 2010 rief sie mich an. zuerst ging ich nicht ran, doch 10 Minuten später rief ich sie zurück. Ich dachte mir sie ist meine Mutter und wolle mir nur zum Geburtstag gratulieren. Doch wer ging ran als ich anrief? Richtig, der Freund von meiner Mutter er beleidigte mich auf solch krasse weise, das ich mein Handy gegen die Wans schmiss und einfach nicht mehr wollte und konnte. Marie war bei mir und probierte mich aufzuwangen, mich zu beruhigen und zu trösten doch es ging nicht. Sie riefen immr wieder an und irgendwann ging ich dann rann ich

schrie gib mir jetzt sofort meine Mutter. Es hat noch ein wenig gedauert dann war sie am Telefon und wünschte mir alles gute. Ich wusste in diesem Moment würde mein Leben nur noch mehr kaputt gehen, wenn ich nun keine Entscheidung fällen würde. Also sagte ich Ich werde jetzt den Kontakt mit euch abbrechen, denn ihr macht mein Leben nur noch mehr Kaputt. Meine Mutter weinte und meinte Wie kannst du das nur so leicht sagen? Fällt es dir denn so leicht? Ich meinte nur Nein es fällt mir  nicht leicht, aber ich muss jetzt meinen eigenen weg gehen, ohne das mich dabei ständig jemand fertig macht und ich werde mich melden bzw den Kontakt zu dir wieder aufnehmen wenn ich mein Leben auf die Reihe bekommen habe. Wenn ich ehrlich bin weiß ich heute gar nicht mehr ob einer von uns noch Lebewohl oder hab dich lieb gesagt hat. Das macht mich traurig. Ich war so voller Schmerz das ich das nicht mehr weiß. Nun war es geschehen. Ich stand ganz ohne Mutter da. Wäre an diesem Tag meine beste Freundin nicht bei mir gewesen hätte ich es nicht durchgestanden. Ich weiss nicht was passiert wäre, wenn ich alleine gewesen wäre. Nun hatte ich monatlich mein Kindergeld zur verfügung. Ich kaufte mir Bier in massen. Holte mir einen Hund. Machte was ich wollte und stürzte somit immer weiter ab. Nach gewisser Zeit hatte ich dann einen Mitbewohner, der mehr Drogen nahm als ich. Also stürzte ich noch tiefer, weil ich anfing mehr zu nehmen. Doch selbst das dauerte auch nur einen Monat an oder so. Als ich dann erfuhr das mein Schwager im Knast saß ging ich zu meiner

Schwester. Meinen Hund gab ich ab und konsumierte immer mehr Alkohol. Meine Schwester unterstüzte mich. Sie war immer für mich da, obwohl sie mehr Probleme hatte als ich oder irgendwer anders zu der Zeit. Sie ist so ein starker Mensch dadurch geworden. Dann wie durch ein wunder hatte ich auch weider mehr Kontakt zu meinem Bruder. Ich lernte auch jemanden aus seiner Wg wo er zu der Zeit wohnte kennen. Ich schlief ein Tag bei meiner Schwester den anderen tag bei ihm. Durch die Betreuerin meines Bruders kam ich dann in eine ambulante Drogeneinrichtung. Da waren Nur Jugendliche und ein paar betreuer. Wir trafen uns in der Einrichtung immer früh um 10 uhr bis 15 uhr. Wir Frühstückten zusammen. Dann je nach dem was für ein Wochentag war malten wir, gingen zum Sport oder drehten Filme die dann ins Internet gestellt worden sind. Am Wochenende war die Einrichtung immer zu. Durch die Betreuer die dort Arbeiteten kam ich an eine Therapie. Es dauerte gar nicht all zu lange. Obwohl die Zeit auh schneller verging, weil wir ein Musikvideo für mich drehten. Dann kam der tag an dem ich in die Entgiftung gehen musste. Die ersten 14 Tage ohne Alkohol und Drogen. Die ersten 14 Tage in denen mir klar wurde wie ich versagt hatte. Das war eine sehr sehr sehr schwere Zeit. Ab und zu bekam ich besuch. Mein Handy hatte ich auch immer dabei. Man musste zu verschiedenen Kursen jeden Tag. Das war nervig so früh aufzustehen. Aber das essen dort war so lecker das ich von Tag zu Tag mehr zunahm. Dann waren die 14 tage vorbei. Ich wurde abgeholt von einer Frau die ab jetzt

meine Betreuerin sein sollte. Ich musste mein Handy meine zigaretten und naja halt alles abgeben was ich besaß. Wir fuhren gut eine Stunde daort hin. Das war schon ein komisches Gefühl. Aber damit musste ich halt leben. Ich kam also an, doch in innerhalb von ein Paar Stunden fand ich schon Anhang an die Gruppe. Bis tief in die Nacht redete ich mit meiner Zimmergenossen. Dann brach auch schon der erste morgen an. Ich wusste nicht wirklich was ich denken sollte. Alles war so neu, so ungewohnt. Gleich am ersten Donnerstag der Woche kam ih auch schon gewaltig an meine Grenzen. Ich musste das erste mal einkaufen, danach sollte ich kochen und hatte eine Helferkonferenz. Als wenn das nicht schon reichte musste ich später auch noch zu der Psychologin des Hauses. Ich habe es gehasst mit ihr zu sprechen. Was ich zum Anfang noch nicht wusste war das man sich daran gewöhnen musste, das es jederzeit passieren kann ,das eine Person mit der man sich verstand auch wieder ging. Von der einen auf die andere Minute war er oder sie verschwunden. Wenn du glück hast teilt sie sich noch mit oder kündigt es ein paar Tage vorher an. Das ist echt beschissen, wenn man sich gerade an einander gewöhnt hat oder man einen super Draht zu einander hatte. Für mich war das besonders schwer. Jemanden zu vertrauen fiel mir eh schwer und dann noch sowas. Das war echt übel. Nach schon kurzer Zeit, als immer mehr zu uns kamen, bildete sich eine vierer Gruppe auser mir war noch ein Mädchen und zwei Jungs dabei. Die Zeiten waren sehr lustig. Wir hielten immer zusammen. Doch

einer unserer Gruppe musste dann in die nächste Stufe wechseln. Das war ein trauriger Tag. Wir anderen drei hielten trotzdem noch zusammen. Auf einmal geschah es dann wir bauten einen Rückfall(nahmen Drogen), der zum Anfang nicht sehr schlimm für uns war. Doch auf Therapie ist es so das irgendwann alles mal rauskam. Zum Glück sage ich heute, doch damals fand ich das echt doof. Die anderen und ich wussten zu der Zeit nicht was ein Rückfall bedeutete!! Nun brach eine Zeit an indem unsere Gruppe auseinander fiel. Die Tage wurden immer länger, weil ich nicht mehr dazu gehörte. Dann konnte ich endlich in die nächste Stufe und war wieder mit den Leuten zusammen die ich von dort schon am längsten kannte. Nun fing die richtige Therapie an. Am Wochenende hatten wir natürlich immer frei, doch in der Woche war es zum Anfang einfach nur anstrengend. Jeden Tag ein Gruppengespräch und zweimal in der woche ein Einzelgespräch. Aber es war nchts was man nicht schaffen konnte. Irgendwann vergingen auch die Tage wieder schneller. Es gab dort zeiten die gut liefen und welche die so beschissen waren das ich keine lust mehr hatte. Doch ich hatte keine andere möglichkeit also musste ich da bleiben. Von zeit zur Zeit gingen immer mehr Leute. Auch die ganze Therapieeinrichtung hat sich verändert. Ich probierte trotzdem mein Ziel vor Augen zu behalten und zog die Therapie durch. Dann war endlich die Zeit gekommen. Es waren nur noch ein paar Tage. Ich war total aufgeregt. Es war ein Mittwoch an dem ich Geburtstag hatte, also entschied ich mich noch bis zum

darauf folgendem Montag zu bleiben. Auf einmal hatte ich Angst, was würde wohl da draussen auf mich warten? Und dann kam mein Tag. Ich verabschiedete mich mit einem komischem Gefühl im Bauch. Dort war mein zu Hause. Ich verstand mich mit den meisten gut. Es war wie als wenn ich morgen wieder kommen wirde. Umso komischer war es das sich alle von mir verabschiedet hatten. Nun kam ich in eine nachsorge Einrichtung. Da wo mein Bruder auch war. Sogar in die gleiche WG. Ich kannte die Leute dort schon. Mein Bezugsbetreuer und ein anderer Betreuer brachte mich hin. Sie sagten auch Lebewohl und wünschten mir Glück für mein weiteres Leben. Ich ging nach oben und musste erstmal eine rauchen. Dann ging ich mit einer Freundin einkaufen. Danach richtite ich mir mein Zimmer ein in dem nicht wirklich viel stand. Ich probierte mir alles so gemütlich zu machen wie es nur ging. Dann rufte ich eine Freundin aus Therapie an die schon vor mir gegangen war. Wir verabredeten uns. Ich traf mich jeden Tag mit ihm und gleich am ersten Wochenende kam ich nicht nach Hause, obwohl ich die Auflage hatte die ersten vier Wochen dort zu schlafen. Also dachten alle das ich wieder Drogen nahm. Ich musste UKs(Urinkontrollen) abgeben. Doch sie fanden nichts. Damit es keiner mitkriegt bin ich einfach nachts abgehauen. Doch auch das brachte nicht viel. Ich habe mein ertsen Bier getrunken. Ohhhh man hatte ich vielleicht ein schlechtes Gewissen. Es kam nicht raus doch es war doof für mich selber. Es dauerte auch nicht lange dann flog ich aus der WG raus. Ich glaube gerade mal

zwei bis drei Wochen. Zur schule ging ich auch nur sehr unregelmäßig. Ich zog also bei meiner Freundin ein. Probierte nebenbei mein Schulabschluss zu machen und nahm mein erstes mal Koks. Ich war so enttäuscht von mir doch konnte es einfach nicht sein lassen. Aus der enttäuschung herraus nahm ich mehr und mehr. Hier Koks da Teile. Die Zeit war schon fast noch mehr beschissen als die vor Therapie. Ich fragte mich kann ich nochmal zurück? Doch traute mich auch nicht mein Rückfall so öffentlich zu machen. Ich hatte Angst noch ein Jahr Therapie machen zu müssen. Ich hatte kein Geld, keiner konnte mir helfen. Ich war sehr dankbar dafür das ich wenigstens ein Dach über meinem Kopf hatte. Das ich etwas essen konnte. Und wenn ich von irgendwelchen Alkoholikern die bei uns waren die Pfandflaschen wegbrachte um trockenes Toastbrot zu holen. Ich war glücklich wenn ich wusste das ich nächsten Tag was im magen habe. Nach gut drei Monaten war ich wieder mit meiner freundin unterwegs, wie jeden Tag. Wir gingen an einem Laden vorbei. Und ein junger Mann winkte uns rein, ich glaubte ihn zu kennen also kamen wir ins Gespräch. Es war nicht der Mann den ich meinte doch wir trafen uns abends mit ihm. Meine Freundin meinte bleib doch da, doch ich wollte nicht. Nächsten morgen rief der Mann mich an ob er zum Frühstücken vorbei kommen sollte. Wir hatten nichts da und so machte ich mich auf den Weg um wenigstens eine Packung wurst und einen Eistee zu kaufen. Dabei traf ich ihn. Ich habe mir nicht anmerken lassen das ich mich für die 1,50 euro in meiner

Hand schämte. Also aßen wir zusammen. Er fragte mich die ganze zeit ob ich abends mit auf eine Hochzeit kommen wollte, doch ich hatte nichts zum anziehen. Also ließ ich mir eine ausrede nach der andern einfallen um nicht hingehen zu müssen. Dann meinte er er kommt nach der Hochzeit und holt mich ab. Das tat er dann auch wir gingen zu ihm und waren beide sehr angetrunken. Ich sagte ihm das ich keine 20 Jahre alt bin sondern erst 18. Ich weiß nicht warum mein Freundin meinte sag dein richtiges alter nicht. Doch diesem Mann konnte ich nicht anlügen. Wir waren also bei ihm und er meinte schlaf doch hier es ist mitten in der nacht. Doch ich konnte das nicht. Also ging ich nach Hause. Ich war so glücklich da ich mitten auf der Straße sang. Ich musste nur 10 minuten bis nach Hause laufen. Als ich dann zu Hause war schlief ich. Meine freundin und ich hatten vor Nächsten Tag zu meiner Schwester zu gehen. Das war ganz lustig dort. Und ich musste andauernd an diesen Mann denken. Ob er mir nochmal schreiben würde? Ob er mich wieder sehen will? Und dann kam tatsächlich eine SMS von. Mein Herz ging auf in diesem Moment. Er meinte das er mich nochmal sehen möchte. Also trafen wir uns. Und das jeden Tag. Ich war mit ihm das erste mal in meinem Leben in einer Disco. Ich schlief sogar jeden Tag bei ihm. Ich hatte zwar kein richtiges zu Hause, doch machte meinen Schulabschluss, wenn auch kein guten und hatte den besten Mann der Welt. Doch immer wenn was gut läuft muss natürlich aus was schlechtes daraufhin folgen. Also schmiss mich meine Freundin raus. Nun stand ich

ganz ohne etwas da. Wir sind zu einer guten Freundin von meinem Freund gezogen. Wir waren gerade mal zwei Wochen zusammen, doch er setze alles in bewegung damit wir ein Dach über dem Kopf haben. Ich verstand mich immer besser mit der freundin. Am Wochenende gingen wir meistens weg. Doch auch dort konnten wir nicht für immer bleiben. Also zogen wir in eine andere Wohnung. Es war Winter. Die Wohnung hatte keine Heizung, noch nichtmal eine Dusche. Wir schliefen unter drei dicken Decken und es war immer noch kalt. Doch wir hatten uns. Dort blieben wir drei monate. Da wir die Miete nicht zahlen konnten wurde uns auch irgendwann der Strom abgestellt. Also musste schnell was anderes her. Und zum Glück konnten wir auch ganz schnell woanders hin. Es kam die Zeit wo ich mein erstes eigenes Geld bekam, wenn auch nicht viel. Ich bekam genau 220 euro und mein Freund meinte, mach ruhig damit was du willst. Ich war so glücklich. Ich war zu der Zeit in Köln und machte bei einer Serie fürs fernsehen mit. Ganze zwei Tage war ich dort. Kurz bevor ich gehen musste holte ich noch ganz viele kleine Geschenke für die Leute die uns immer geholfen haben. Dann war ich endlich wieder in Berlin. Das Geld reichte natürlich nicht lange. Ich gab einfach alles auf eimal aus. Doch dann bekam ich regelmäßig Geld. Und es lief auch relativ gut. Es gab den ein oder anderen Streit zwischen meinem Freund und mir. Doch wir rauften uns immer wieder zusammen. Doch was mit am besten war, das ich keine Drogen mehr nahm neue Freunde hatte, einen tollen Freund und mich

regelmäßig mit meiner Schwester traf. Ouh man wie ich mich freute. Mein Freund ist ein Kurde. Und somit unterhileten wir uns immer öfter über sein Kultur und über den Islam. Ich beschäftigte mich öfters damit. Bis mir klar wurde das ich auch eine Muslima werden möchte. Es war gerade mitte Juni da sollte mich das Schicksal wieder einholen. Ich war bei Freundin. Einer von ihnen bekochte uns. Es war eine gemütliche runde. Mein Freund rief an und sagte er kommt auch vorbei. Keiner von den anderen wollte das und somit stritt ich mich mit ihm. Er kam trotzdem. Da als wir gerade beim essen waren. Ich sagte ihm nicht hallo machte ihm noch nichtmal die Tür auf. Alle unterhielten sich auf Türkisch und ich bekam kaum was mit. Nach einer Stunde oder so sagte er, das ich mich neben ihm setzen sollte. Er war so aufgeregt das er sogar kurz mein Namen vergaß. Und dann war es soweit. Urplötzlich aus dem nichts herraus sagte er : Canim, willst du mich Heiraten? Natürlich sagte ich ja. Ich war glücklich, er war glücklich und alle anderen auch. Fast alle anderen. Es verging wieder ein Monat und ich konnte endlich meine Glaubenserkennung abgeben. Ich lernte wie man ein Gebet verrichtet. Lernte ein paar Regeln die man einhalten sollte. Auch wenn es mir zum Anfang sehr schwer viel probierte ich mein Bestes.

Das war meine Geschichte für euch. Auch wenn viele Sachen rausgelassen worden sind, hoffe ich hat es euch vielleicht sogar ein bisschen geholfen. Ihr wollt wissen was ich heute mache? Also das mit dem Geld ist immer so eine Sache. Doch ich arbeite jetzt bei dem Bruder von meinem Freund. Ich probiere mich an die Regeln des Islams zu halten auch wenn es mir sehr schwer fällt. Auch wenn ich nicht alles richtig mache hoffe ich das ich mehr und mehr reinwachsen werde. Insallah!!! Was aus meinem Freund und mir geworden ist? Wir stehen kurz davor zu Heiraten. Wir ziehen bald mal wieder um, aber das ist ja auch nichts neues. Wer weiß wenn ihr alle fest die Daumen drückt vielleicht haben wir dann bald mal die Chance eine schöne Wohnung zu haben mit Heizung im Winter. Wir haben vor nach unserer hochzeit Kinder zu kriegen. Dann werden wir hoffentlich gute Eltern sein, so wie es sich ein Kind wünscht. Insallah. Achso mit das neueste aus meinem Leben ist, das ich gerade wieder versuche den Kontakt zu meiner Mutter aufzubauen. Wir haben sogar schon zweimal geschrieben. Naja ich hoffe bei euch geht es nicht so drunter und drüber.

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