Wie ich zur Religion gefunden habe

BISMILLAHIRRAHMANIRRAHIM

Assalamu Aleikum warahmatuLLahi wabarakatuh!

Ich bin euer Bruder Muhammad und bin 19 Jahre alt. Ich habe mich heute dazu entschlossen auch meine Geschichte niederzuschreiben weil mir eure Geschichten sehr geholfen haben.

Ich komme ursprünglich aus Tschetschenien, wir sind vor vielen Jahren aus unserer Heimat geflüchtet. Ich habe zwei Geschwister, mein Bruder ist ein Jahr älter als ich und meine Schwester ist zehn Jahre jünger und kam später im Ausland zur Welt.

Ich will da anfangen als wir in der Hauptstadt von Tschteschenien lebten. Ich und mein Bruder besuchten das Kindergarten. Zur der Zeit wohnten wir in einem kleinem Haus und unsere kleine Familie war ziemlich wohlhabend.

Eines Tages als ich und mein Bruder draußen spielten hörten wir mehrere Kampfjets über die Stadt fliegen. Russland fing an das Land anzugreifen. Unseren Eltern war klar das es nicht mehr sicher in der Hauptstadt war und wir mussten zu unseren Großeltern ins Dorf ziehen.

Es begann ein sehr schweres Leben im Krieg. Wassermangel kein Gas zum Heizen und sehr wenig Arbeitsmöglichkeiten.

Wir hatten immer Angst das unserer Famile oder Verwandten was geschieht, ständig wurden Menschen gefoltert und umgebracht und eine große Prüfung in unserem Leben war unser Vater. Er hatte einen sehr schlechten Charakter. Oft stritt er sich mit unserer Mutter und schlug sie. Ich habe oft nachts im Bett geweint weil ich mir nicht vorstellen konnte was ich tun werde wenn meine Mutter stirbt. Meine Mutter war aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Sie erzählte uns wie sie als Kinder nur zum Eid (Festen) Fleisch gegessen haben.

Was unseren Glauben angeht, unsere Familie hatte den Glauben von ihren Vorfahren geerbt. Wir nannten uns Muslime aber hatten sehr wenig mit dieser Religion zutun. Mein Vater hat nicht gearbeitet aber mein Großvater schon. Es war sehr schwer für meine Mutter anzuhören, das unsere Familie von den Großeltern ernährt wurde.

Die Probleme vermehrten sich, auch das Militär war bei uns eingebrochen und drohte uns. Meine Mutter hatte die Idee das wir fortgehen sollten. Anfangs weigerte sich mein Vater und wir hatten nicht das Geld und die nötigen Dokumente. Doch mit Allahs Hilfe krempelten wir alles zusammen und kamen schweren Herzens nach Europa. Es war sehr schwer seine Verwandten, Freunde und seine Heimat zu verlassen.

Jeder hatte die Vorstellung, wenn man in Europa ankommt ist es geschafft. Doch die Wahrheit ist bitter. Ich erinnere mich an den ersten Tag als wir in Polen ankamen. Wir sind lange durch die Wälder gefahren und kamen in einem Lager das einem Gefängniss ähnlich schien an. All diese Menschen aus verschiedenen Orten machten uns Angst, es war neu für uns. Ich und mein Bruder fingen an zu weinen wir wollten nur nach Hause. Irgendwie munterte uns Mama immer auf und in Polen bekamen wir auch eine Schwester. Sie sagte wenn wir als Flüchtlinge angenommen würden, bekämen wir eine Wohnung, Arbeit, Schule..

In Polen wurden wir zwei mal versetzt, verbrachten dort ca. neun Monate und wurden schließlich abgelehnt. Wir konnten nicht zurück nach Hause also flüchteten wir nach Tschechien. Wenn ich an Tschechien denke erinnere ich mich an eine düstere Zeit. Ein Lager mitten im Wald. Man merkte das man da nicht wilkommen war. Nach sechs Monaten in diesem Lager wurden wir wieder abgelehnt. Man verzweifelt langsam. Aber wir konnten nicht zurück. Man hat soviel Geld reingesteckt und solche Lasten auf sich genommen und obwohl man starkes Heimweh hat und in diesem fremden Land überhaupt nicht klar kommt hat man keine andere Wahl als weiterzugehen. Und wir hatten immer Streit. Ich habe oft andere Kinder beneidet. Sie konnten mit ruhigem Herzen nach Hause gehen. Weint Mama wieder, gibt es Streit oder hat er sie sogar geschlagen. Diese fragen hab ich mir gestellt als ich nach Hause ging.

Beim zweiten Versuch konnten wir nach Österreich flüchten. Vom Empfangslager wurden wir zwei mal versetzt in andere Flüchtlingsheime und verbrachten ca. vier Jahre in Heimen. Und Alhamdulillah bekamen wir dann ein  positives Bescheid.

Nach paar Monaten fanden wir eine gute Wohnung, wir haben sie renoviert und ausgestattet. Mit der Zeit gewöhnt man sich und muss sich abfinden.

Eines Tages kam ich aus der Schule, mein Vater war alleine Zuhause. Er sagte das meine Mutter verschwunden sei. Zu der Zeit war ich in der letzten Schulstufe, mein Bruder hatte die Schule beendet und angefangen zu arbeiten. Nach langem rumtelefonieren erfuhren wir das unsere Eltern einen heftigen Streit hatten und das Mama in einem Frauenhaus ist. Unsere Mutter war am Ende ihrer Gesundheit. Sie hatte Kopf-,Herz -und Nervenprobleme.Wir hatten uns ein kleines Zuhause aufgebaut und wieder zerbrach es. Neun dunkle Monate ohne unsere Mutter.

Wallahi in solchen Situationen weiß man wie Wertvoll diese Mutter ist, die sich um dich Sorgen macht auch wen du nur einen kleinen Kratzer bekommst. Wir hatten in dieser Zeit Kontakt mit unserer Mutter und besuchten sie. Alhamdulillah es kam zur Scheidung und meine Mutter fand eine alte Wohnung indem Sie vorerst einziehen konnte .Wir zogen zu unserer Mutter und natürlich kümmerten wir uns um unseren Vater und fanden für ihn eine Wohnung nicht weit von uns. Meine Mütter fing an sich behandeln zu lassen und langsam kamen wir wieder ins Leben. Ich hatte die Schule beendet und war auf Jobsuche. Eines Tages komme ich nach Hause von der Jobsuche, hab was gegessen und hab mich kurz hingelegt. Auf einmal höre ich Schreie vom anderen Zimmer. Ich war erschrocken und lief schnell ins andere Zimmer. Es war ein Anruf von Tschetschenien, der Vater von meiner Mutter ist gestorben. Meine Mutter weinte stundenlang und ich wusste nicht wie ich Sie trösten soll. Einmal hat sie mir erzählt wie sehr sie hofft ihren Vater vor seinem Tod nochmal zu treffen und ihm was gutes zu kochen weil er ihr Essen so sehr mochte. 

Und als ich an diesem Tag zu Bett ging, hatte ich solche Schmerzen in der Brust wie nie zuvor. Ich wusste nicht welche Medizin ich nehmen sollte und dann machte ich in dieser Nacht Bittgebete zu Allah und habe meine sorgen Allah erzählt und geweint. Wallahi ab diesem Tag änderte sich unser Leben. Mit Allahs Hilfe habe ich die Seite DieWahreReligion.de gefunden. Ich und mein Bruder haben uns diese vielen schönen Voträge angeschaut und möge Allah diese Brüder segnen. Amin. Ich hab mir die Texte für das Gebet rausgeschrieben und wir fingen an InshaAllah richtig zu beten, richtig zu Fasten. Wir haben diese Vorträge aufgesaugt und Alhamdulillah haben sie die Herzen mit Iman gefüllt. Meine Mutter hat angefangen zu beten. Und in kürzester Zeit haben wir mit Allahs Hilfe vieles geschafft. Wir konnten unsere Verwandten in Tschetschenien besuchen. SuphanAllah ihr hättet sehen sollen wie glücklich unsere Mutter war. Sie hat ihre Schwestern, Brüder und Verwandten gesehen und sie haben zusammen gelacht. Alhamdulillah geht es ihr gesundheitlich auch viel besser und das Verhätnis zu unserem Vater ist auch gut. Alhamdulillah ich habe eine gute Arbeitsstelle gefunden und wir sind in eine schöne Wohnung gezogen. Mit Allahs Hilfe habe ich den Führerschein gemacht und ein Auto gekauft. Ach ja und mein Bruder hat geheiratet. Natürlich gibt es Prüfungen im Leben den das Paradies ist ja nicht um sonst. Wir sind dankbar das Allah uns die Tür zur Wahrheit gezeigt hat. Lasst  den Islam den Allah euch gegeben hat niemals los. In guten und in schweren Tagen. Wallahi es gibt nichts besseres.

Ich habe eine Bitte an euch macht Dua für uns. Und macht Dua fur unsere Geschwister im Krieg im Gefängnis in Armut, die Waisen, die Kranken für die Mujahideen und für alle Muslime.

Alles was richtig ist, ist nur von Allah taala  alles was falsch ist, ist von mir und vom Scheitan.

JazakAllahu Khairan wassalamu aleikum warahmatuLLAHI wabarakatuh!

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