Öffentlicher Boykott

Öffentlicher Boykott

 

Vier Ereignisse von spezieller Bedeutung geschahen innerhalb von weniger als vier Wochen; die Konversion von Hamzah, die Konversion von Umar, Muhammeds (Allahs Frieden und Segen auf ihn) Ablehnung über irgendeine Form des Kompromisses und dann der Pakt, der zwischen dem Stamm der el-Muttalib und dem Stamm der Haschim aufgestellt wurde, um Muhammed (Allahs Frieden und Segen auf ihn) zu schützen.

 

Die Polytheisten waren perplex und ratlos, welchen Kurs sie verfolgen würden, um sich von diesen hartnäckigen und unerbittlichen Hindernis zu befreien, das den Anschein hatte, ihr ganzes traditionelles Leben zu zerschlagen.

 

Sie waren sich schon bewusst, dass, wenn sie Muhammed (Allahs Frieden und Segen auf ihn) töten würden, ihr Blut mit Sicherheit breitflächig in den Tälern von Mekka fließen würde, und dass sie gewiss ausgerottet werden würden.

 

Unter Berücksichtigung dieser fürchterlichen Erwartung griffen sie widerwillig zu einem anderen bösartigen Kurs, der Mord nicht beinhalten würde.[1]

 

 

Ein Pakt der Ungerechtigkeit und Aggression

 

Die Heiden von Mekka trafen sich an einem Platz namens „Wadi[2] el-Muhassab“, und bildeten ein feindliches Bündnis gegen den Stamm von Haschim und el-Muttalib. Sie verbündeten sich auf das sie keinen von ihnen heiraten, ihnen verkaufen, ihnen besuchen, ihnen kontaktieren, mit ihnen reden, bis sie ihnen den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen auf ihn) übergeben, damit sie ihn töten können.

Dieses Abkommen hielten sie schriftlich fest, welches gnadenlose Maßnahmen gegenüber dem Stamm von Haschim und niemals ein Versöhnung mit ihnen vorsah, bis ihn (den Propheten) ihnen zum töten übergaben.

Ibn-ul-Qayyim sagte: „Es wird gesagt, dass es (das Abkommen) Mansur ibn Ikrimeh ibn Âmir ibn Haschim geschrieben hat“ oder „Nadr ibn el-Harith“, aber korrekt ist, dass es Baghied ibn Âmir ibn Haschim geschrieben hat. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen auf ihn) macht ein Bittgebet gegen ihn, dessen Hand später gelähmt wurde.[3]

Als der Vertrag fertiggestellt wurde, wurde er in der Kaaba aufgehängt. Der Stamm von Haschim und el-Muttalib zogen sich zurück, ob gläubig oder nicht (außer Ebu Leheb) und verschanzten sich in „Schi’b Ebi Talib[4]“. Dies geschah, so wie es gesagt wurde, im 7 Jahr nach der Offenbarung im Monat Muharram[5]. Es wurde auch anderes gesagt.

 

Drei Jahre in Schi’b Ebi Talib

 

Es war eine erstickende Belagerung. Die Nahrungsmittelversorgung wurde fast gestoppt und die Leute waren großem Elend ausgesetzt. Die Götzendiener ließen kein Essen durch und kauften jegliche Güter, egal welche auch immer in Mekka ankamen, damit nichts zu ihnen (den zwei Stämmen) durchging. Dies war sehr qualvoll, so dass sie die Blätter von den Bäumen und die Häute der Tiere essen mussten.

Schreie von Frauen und kleinen Kindern, die Hunger litten, wurden deutlich von dort gehört.

Sie erreichte nichts zum Essen, außer im geheimen. Sie verließen ihren Platz nicht außer in den heiligen Monaten[6] und kauften Nahrung, die von außerhalb von Mekka kam. Was jedoch die Mekkaner anging, erhöhten sie die Preise der Waren so sehr, dass sie dies nicht kaufen konnten.

 

Hakiem ibn Hizam war einst auf dem Weg, ein wenig Weizen zu seiner Tante Chadidscha zu schmuggeln, als Abu Dschehl ihn abfing und ihn daran hindern wollte. Nur als el-Buchtari eingriff, schaffte Hakiem, sein Ziel zu erreichen.

Abu Talib war sehr besorgt um den Gesandten Allahs. Wann auch immer Leute sich zum Schlafen zurückzogen, bat er den Propheten an seinem Platz zu schlafen, aber als alle anderen einschliefen, ordnete er ihm an, seinen Platz zu wechseln und einen anderen zu nehmen, all das um einen potenziellen Mörder täuschen zu können.

Trotz aller Schwierigkeiten ließ Muhammed, Allahs Frieden und Segen auf ihn, von seinem Weg nicht ab und seine Entschlossenheit und sein Mut wurden nie schwach. Er ging weiterhin zu Kaaba und betete öffentlich.

 

Das Zerreißen des Abkommen-Blattes

 

Nach drei Jahren der Blockade im Monat Muharram dem zehnten Jahr von Muhammeds Entsendung, wurde der Pakt gebrochen.

Hischam ibn Amr, der nachts heimlich Nahrung zum Stamm Haschim schmuggelte, ging, um Zuhair ibn ebu Umayyah el-Machzumy zu sehen und warf ihm Resignation bezüglich dieser inakzeptablen Behandlung seiner Onkeln im Exil vor. Letztere entschuldigte sich mit Unfähigkeit, war aber einverstanden, mit Hischam zu arbeiten und einen Interessenverband zu gründen, der die Befreiung der Verbannten sichern würde.

Aufgrund der Motivation der uterinen Beziehungen kam eine Gruppe von fünf Leuten hervor, welche anordneten, den Pakt außer Kraft zu setzten und alle relevanten Bestimmungen als nichtig und ungültig zu deklarieren. 

Diese waren Hischam ibn ‘Amr, Zuhair ibn ebi Umayya, el-Mut‘im ibn ‘Adi, ebu el-Buchtari und Zam‘a ibn el-Eswed.

Sie entschieden, sich an ihrem Versammlungsort zu treffen und ihre selbsternannte Mission zu starten.

Zuhair, nach siebenmaliger Umschreitung der Kaaba, näherte sich zusammen mit seinen Kollegen dort einer ganzen Heerschar von Leuten an und tadelte sie, in Annehmlichkeiten des Lebens zu schwelgen während ihre Freunde und Verwandten vom Stamm der Haschim an Hunger und wirtschaftlichem Boykott zugrunde gingen.

Sie schworen, niemals nachzugeben, bis das Pergament des Boykotts in Stücke zerrissen würde und der Pakt sofort gebrochen würde.

 

Ebu Dschehl, der sich in der Nähe befand, erwiderte, dass es niemals in Stücke zerrissen werden würde.

Zam’a war erbost und beschuldigte Ebu Dschehl, Lügen zu erzählen, indem er hinzufügte, dass der Pakt und das Pergament ohne die Bemühung um ihre Zustimmung geschlossen und geschrieben wurden.

el-Buchtari griff ein und bekräftigte Zam’a. el-Mut’im ibn Adi und Hischam ibn Amr  beschworen die Richtigkeit ihrer zwei Gefährten.

Ebu Dschehl, in einem schlauen Versuch, die hitzige Auseinandersetzung zu beseitigen, die seinen arglistigen Zielen zuwiderliefen, antwortete, dass die Sache irgendwann irgendwo davor schon gelöst wurde.

Abu Talib saß in der Zwischenzeit in einer Ecke der Moschee. Er kam, ihnen mitzuteilen, dass seinem Neffen, dem Propheten, eine Offenbarung herab gesandt wurde, mit der Folge, dass Termiten alle ihre Proklamationen aufgegessen hatten, die nach Ungerechtigkeit und Aggression schmeckten, außer denjenigen Teilen, die den Namen von Allah trugen.

Er behauptete, dass er bereit sei, Muhammed ihnen zu übergeben, falls es sich herausstellte, dass seine Worte unwahr sind, andernfalls müssten sie ihr Boykott widerrufen und aufheben.

Die Mekkaner nahmen die Rechtmäßigkeit seines Vorschlags an.

el-Mut‘im ging, um das Pergament zu sehen und er entdeckte dort, dass es von Termiten aufgegessen wurde und nichts übrig blieb außer dem Teil, wo (im Namen Allahs) auftrat.

Die Erklärung wurde daher außer Kraft gesetzt, und Muhammed und den anderen Leuten wurde es erlaubt, esch-Sch’ib zu verlassen und nach Hause zu kehren. Im Zusammenhang mit diesem Prozess, dem die Muslime unterworfen waren, hatten die Polytheisten eine goldene Gelegenheit gehabt, um ein erstaunliches Zeichen Muhammeds Prophetie wahrzunehmen aber zu ihrem erbärmlichen Los haben sie Abstand genommen und  ihr Unglaube hat sich vermehrt:

Aber wenn sie ein Zeichen sehen, kehren sie um, und sagen ‘Das ist beständiger Zauber’.”  (54:2)[7]

 

[1] Bis hier hin und so wie es hier geschrieben oder übersetzt wurde konnte ich es in keinem arabischen Druck finden. Im englischen ist das so vertreten wie hier und angeblich aus dem Druck von Darus-Selam genommen, doch, kann ich das nicht so bestätigen aus dem Arabischen.

[2] Das bedeutet Tal

[3] Zâd-ul-Ma’ad. Auch zu finden in Sahih el-Buchari.

[4] Auch Schi’b benu Haschim genannt, ein Platz – mache sagen ein Gebirgspass – an dem sich diese zwei Stämme drei Jahre lang aufhielten während des Boykottes.

[5] Der erste Monat vom islamischen Kalender, der sich am Mond orientiert.

[6] In denen die Feindseligkeiten traditionsgemäß weniger wurden und keine Kämpfe geführt werden durften.

[7] Dieser ganze Abschnitt wird nur sinngemäß wiedergegeben, so wie es tatsächlich im Buch steht, wurde nich übersetzt

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