Das Geheime Markusevangelium - Einführung

Ziel und Zweck dieses Artikels

Mein Name ist Yusuf Estes und ich bin ein ehemaliger christlicher Pfarrer. Ich habe für das US-Bundesamt für Gefängnisse (Federal Bureau Prisons) gearbeitet, war als UN-Delegierter an dem Weltfriedensgipfel der Religionsführer (World Peace Summit for Religious Leaders) beteiligt, und habe ehrenamtlich die zahlreichen Männer und Frauen der US-Armee seelsorgerisch betreut. Da ich stets die Zusammenarbeit mit anderen Glaubensgruppen  und deren Oberhäuptern suche, sehe ich es als meine Pflicht an, diese sowie ihren unterschiedlichen Umgang mit den jeweiligen Quellen, aus dem sich ihr Glaubenssystem ergibt, zu respektieren.  Das Ziel dieses Artikels ist es, muslimischen Gelehrten sowie all jenen, die sich intensiv mit dem Islam befasst haben, die Möglichkeit zu geben, einen Einblick in die gegenwärtige Welt der Bibelgelehrten und der Bibelkritik zu gewinnen.

 

Achtung Muslime – Bitte dies zuerst sorgfältig durchlesen:

Muslimen wird es nicht unbedingt oft angeboten, hinter die Kulissen der gelehrten Debatten und Diskussionen über die Entdeckungen alter Schriftstücke, die unter Umständen der Bibelsammlung angehören könnten,  zu blicken. In Anbetracht dieser Tatsache haben wir hier folgendes Forschungsmaterial zu einem Thema, über das mehr als 40 Jahre lang diskutiert wurde, zusammengestellt ohne Änderungen unsererseits vorzunehmen, d.h. in Form von kopierten Briefen, E-Mails und Webseiten der Gelehrten selbst.  

 

Kein Material für Kritik:

Dieses Material ist nicht zusammengestellt worden, um biblische Gelehrte oder die Bibel zu kritisieren oder um irgendeine Form von Streitgesprächen oder inakzeptablem Verhalten gegenüber Christen oder Juden anzufachen. Es dient einzig und allein dem Zweck, durch Beweisführung und durch den Dialog mit Gelehrten der Schrift, d.h. der großen Weltreligionen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten festzuhalten. Respektiert daher die anderen und betet darum, dass wir alle rechtgeleitet werden und uns die Tür zur Wahrheit geöffnet wird. Ich danke euch und wünsche allen, die nach der Wahrheit suchen, den Frieden, Ameen.  – Yusuf Estes, National Chaplain (i.R.)

 

Das Geheime Markusevangelium

Bibelgelehrte diskutieren über ein geheimes Evangelium, das von Markus stammen soll

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Findet heraus, wie die Entdeckung eines verlorengegangen Briefes von Clemens von Alexandria (Ägypten) in dem vergangenen Jahrhundert einen Skandal unter den biblischen Gelehrten auslöste – ein geheimes Evangelium? – Lest weiter, wenn ihr es wagt!

Der Name Morton Smith mag für jemanden, der nur laienhaftes Wissen über das Christentum besitzt, unbekannt sein, aber wahrscheinlich ist dieser Name für Wissenschafter und Forscher  historischer Schriftstücke, insbesondere jener Texte, die in Verbindung mit der Bibel stehen, sehr wohl ein Begriff.

1958 machte Smith eine Entdeckung, während er in einer Bibliothek in Jerusalem arbeitete. Er fand ein Schriftstück, das zumindest er für ein älteres Markusevangelium hielt, als jenes, das heute als drittes/zweites[1] Buch des Neuen Testaments in der christlichen Bibel zu finden ist.

Elizabeth Clare Prophet zitierte in ihrem Buch über die sogenannten „verlorenen Jahre“ Jesu das Geheime Markusevangelium und sagte dazu, dass sie annimmt, frühere Christen hätten eine viel größere und umfangreichere Sammlung von Texten und Überlieferungen über Jesus gehabt, als wir heute im Neuen Testament vorfinden.

So, nun ist es soweit, selbst über das Geheime Markusevangelium zu lesen.

Diese Texte wurden ursprünglich in Alexandria: The Journal of Western Cosmological Traditions[2], Volume 3 (1995), S. 103-129 veröffentlicht. Alexandria ist von David Fideler verfasst und von Phanes Press herausgegeben. Der Inhalt dieses Artikels ist urheberrechtlich geschützt durch ã1995 Phanes Press. Alle Rechte vorbehalten, auch auf internationaler Ebene.

 

MITTEILUNG AN MUSLIME IN BEZUG AUF ALLE SCHRIFTEN

Respekt gegenüber den heiligen Büchern

Im heiligen Quran sagt Allah den Muslimen, dass Er der Einzige ist, der den „Furqan“ (Quran) auf die Erde herabgesandt hat und, dass Er auch vorangegangene Schriften herabgesandt hat. Daher müssen Muslime die Bibel respektieren, denn ein Teil von ihr beinhaltet immer noch Bruchstücke der ursprünglichen Lehre Allahs. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir deswegen Bibelseminare besuchen sollen oder uns gar eine Bibel kaufen und diese lesen sollen, um den Sinn unseres Lebens besser zu verstehen. Im Quran steht klar geschrieben, dass Allah uns in der Tat unsere Religion und Lebensweise vervollkommnet hat, seine Gnade an uns vollendet hat und uns den Islam zum Glauben erwählt hat.

Wir möchten es Nichtmuslimen nahe legen, darüber nachzudenken, sich einen Quran zu besorgen (gratis Bestellung auf unserer Webseite) und diesen zu lesen, um selbst herauszufinden, was wirklich darin steht und was seine Worte für das eigene Leben bedeuten könnten.

Abschlusskommentar von Yusuf Estes:

Ich möchte hinzufügen, dass ich, nachdem ich jahrelang die Bibel studierte und später Arabisch lernte, um den Quran in der Sprache lesen zu können, in der er ursprünglich an Muhammad, Friede und Segen seien auf ihm, durch den Engel Gabriel offenbart wurde, zu einem erstaunlichen Schluss gekommen bin. Es scheint mir nun sicher zu sein, dass die Bibel und der Quran von derselben Quelle abstammen und sich gegenseitig sehr schön Ehre erweisen. Tatsächlich steht die Bibel allem Anschein nach nicht im Widerspruch mit dem Quran, außer in genau jenen Stellen, in denen sie sich selbst wiederspricht.

[Weiterlesen bei Teil 1]

 

[1]Ist das Markusevangelium das dritte oder das zweite Buch des NT? Ich habe es eigentlich überall immer als das zweite Evangelium gefunden.

[2]Bei Amazon ist dieses Magazin unter dem Titel: The Journal of Western Cosmological Traditions zu finden.

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