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Waschung
Um ein Gebet abzuhalten, muss die Waschung gemacht werden (4:43; 5:6). Die Waschung wird nur ungültig durch Geschlechtsverkehr oder Urinieren und dem Stuhlgang. Die Waschung bleibt gültig auch beim Pupsen, dem Händeschütteln mit dem anderen Geschlecht oder wenn eine Frau menstruiert (Anmerkung des Übersetzers: im verzerrten Islam wird die Waschung durch diese Ereignisse ungültig). Eine menstruierende Frau darf entgegen abergläubischem kulturellem Glauben die Kontaktgebete abhalten (5:6; 2:222; 6:114-115).
Kleiderordnung
Es gibt keine spezielle Kleiderordnung für das Gebet, tatsächlich können Sie in Ihrem Privatbereich sogar nackt beten, wenn Sie wollen. Das Bedecken unserer Körper ist eine soziale und kulturelle Notwendigkeit, die bezweckt, uns selbst vor Belästigung, Missverständnissen und unerwünschten Konsequenzen zu schützen (7:26; 24:31; 33:59).
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Gebetszeiten
Der Koran erwähnt 3 Zeitabschnitte in Verbindung mit dem Kontaktgebet. Mit anderen Worten, der Koran beschreibt das Wort ‘Salâh’ durch 3 verschiedene Zeitwörter:
(1) Salat-al Fajr (Morgengebet),
(2) Salat-al Esha (Abendgebet),
(3) Salat-al Wusta (mittleres Gebet).
Das Morgengebet (24:58) und das Nachtgebet (24:58) sollte an den beiden Enden des Tages und einem Teil der Nacht abgehalten werden (11:114). (Wir werden die genauen Zeiten der Kontaktgebete später am Ende dieses Artikels noch im Detail besprechen.)
Gebetsrichtung
Für das Gebet sollte man sich zur Heiligen Moschee richten, die von Abraham gebaut wurde: die Ka’ba (2:125,143-150; 22:26). Um die perfekte Qibla (Richtung) zu finden, sollte man im Kopf behalten, dass die Welt ein Globus ist, ganz im Gegensatz zu Mercators flachen Landkarte. Da das Gebet in Notzeiten und bei Gefahren auf eine Einheit gekürzt wird, sollte es unter normalen Umständen mindestens 2 Einheiten umfassen und während des Gebets sollte der Kontakt zur Umwelt drastisch reduziert werden (4:101-103). Gebete können, anders als das Fasten, nicht später nachgeholt werden, wenn sie versäumt wurden. Sie müssen rechtzeitig abgehalten werden (4:103).
Gemeinschaftsgebet
Gläubige, Männer und Frauen, sind einmal in der Woche an einen bestimmtem Ort einzuladen, um das Gemeinschaftsgebet (Dschuma Gebet) am Dschuma-Tag gemeinsam zu verrichten. Nach dem Gemeinschaftsgebet, das von einem Mann oder einer Frau geführt wird (62:9-11), gehen sie zurück an ihre Arbeit und fahren mit dem normalen Tagesablauf fort. Die Moscheen oder Masjids (Gebetsstätten) sollten alleine Gott geweiht sein, daher sollte die Einladung darauf beschränkt sein, Gott anzubeten und keine anderen Namen sollten auf den Wänden der Gebetsstätten geschrieben sein und niemanden außer Gott sollte gedacht werden (78:18-20). Diejenigen, die in die Gebetsstätte gehen, sollten festlich gekleidet sein, da Gebetsttätten öffentliche Orte der Anbetung und für Treffen sind (7:31).
Gebetshaltung
Das Gebet sollte in stehender Position begonnen werden (2:238; 3:39; 4:102) und der Platz sollte nicht gewechselt werden, außer bei ungewöhnlichen Umständen wie Reiten oder Fahren (2:239). Die Ergebung in Gott sollte körperlich und symbolisch durch Beugen und Niederwerfen ausgedrückt werden (4:102; 22:26; 38:24; 48:29). Dieses physikalische Ritual ist in Notsituationen, in Bedrängnis und unter außerordentlichen Umständen nicht erforderlich (2:239).
Bedeutung und Absicht des Gebets
Wir müssen die Bedeutung unserer Gebete verstehen, da dies die Momente sind, in denen wir direkt mit Gott kommunizieren (4:43). Wir müssen während unserer Kontaktgebete ehrfürchtig sein (23:2). Einhergehend mit dem Verstehen was wir sagen, können wir uns eines von Gottes Attribute ins Gedächtnis rufen, je nach unserem Bedürfnis und unserer Verfassung bei unserem Gebet (17:111). Das Gebet ist da, um Gott zu gedenken und nur Gott allein (6:162; 20:14; 29:45). Das Gebet soll Gott loben, verherrlichen und uns an Seine Größe, seine Barmherzigkeit und letztendlich an unsere Abhängigkeit von jedem Seiner Eigenschaften erinnern (1:1-7; 20:14; 17:111; 2:45). Deshalb widerspricht auch das Erwähnen anderer Namen neben Gottes Namen unserer Liebe zu Ihm und unserem Vertrauen auf Ihn (72:17; 29:45).
Rezitation beim Kontaktgebet
Dem Koran beim Rezitieren den Vorzug zu geben hat praktische Vorteile, da Gläubige in der ganzen Welt zusammen gemeinsam beten können, ohne darüber zu diskutieren, welche Sprache gewählt oder welche Übersetzung benützt wird. Das erste Kapitel Al-Fatiha (Die Eröffnende) ist das einzige Kapitel, welches Gott in Seiner Gesamtheit anspricht und es ist ein angemessenes Gebet für das Kontaktgebet. Für Nicht-Araber sollte es nicht zu schwer sein, die Bedeutung der Worte in al-Fatiha zu erlernen, da sie aus sieben kurzen Versen besteht. Diejenigen die nicht fähig sind, die Bedeutung von al-Fatiha zu erlernen, sollten in der Sprache beten, die sie verstehen. Ich erkenne keine praktischen Gründe dafür, ein persönlich abgehaltenes Gebet zwangsweise in Arabisch zu rezitieren. Wir sollten die Kontaktgebete in einem moderaten Ton rezitieren und wir sollten weder unsere Gebete verbergen, noch aus politischer oder religiöser Bekundung in der Öffentlichkeit beten (17:111). Wenn es in der Gemeinschaft abgehalten wird, sollten wir auf die Rezitation des Mannes oder der Frau hören, welche/r das Gebet leitet (7:204; 17:111). Nach dem Abschluss des Gebets sollten wir fortfahren, Gott zu gedenken (4:103).
Gebetseinheiten
Der Koran legt keine bestimmte Anzahl an Einheiten fest. Es ist unserem Ermessen überlassen. Wir könnten eine ungefähre Vorstellung davon aus der Betrachtung der Länge des Gebets von 4:101-102 erhalten. Vers 101 ermöglicht es uns unser Gebet abzukürzen, wenn in Kriegen die Gefahr besteht, von einem Feind aus dem Hinterhalt angegriffen zu werden. Der nachfolgende Vers erklärt, wie abwechselnd gebetet wird; er erwähnt nur eine Niederwerfung, wodurch eine Einheit impliziert wird. Wenn das Abkürzen der Gebete als eine Reduzierung der Anzahl der Einheiten angesehen wird, dann könnte gefolgert werden, dass die gewöhnliche Anzahl aus mindestens zwei Einheiten besteht. Dass die Einheiten des Gemeinschaftsgebets 2 beträgt ist einleuchtend, da es es wahrscheinlicher ist, dass es sorgfältig eingehalten wird. Aber nochmals: die Gebetseinheiten sind im Koran nicht festgelegt; es liegt im Ermessen des Einzelnen und von Gruppen.
Gebet bei der Beerdigung
Es gibt kein Kontaktgebet bei Beerdigungen. Es ist jedoch eine Bürgerpflicht, sich an diejenigen zu erinnern, die als Monotheisten gestorben sind und den Verwandten die Unterstützung der Gemeinschaft anzubieten.
Sektiererische Innovationen
Es gibt viele konfessionsgebundene Innovationen, die sich von Konfession zu Konfession unterscheiden. Einige der Neuerungen sind: die Zeiten der Gebete zu verbinden, verpasste Gebete später abzuhalten, die Gebete während normaler Reisen zu kürzen, zusätzliche Gebete wie “sunna” und “nawafil” hinzuzufügen, einen bezahlten geistlichen Beruf des Gebetsleiters neu einzuführen, Frauen davon abzuhalten die Gebete zu leiten, während des Sitzens ein Gebet “at-Tahiyat” zu rezitieren, welches an den Propheten Muhammad gerichtet ist, als sei er lebendig und allgegenwärtig, Muhammads Namen der Schahada hinzuzufügen, zamm-us Sura (extra Kapitel) nach der al-Fatiha zu rezitieren, sich in sektiererischen Argumenten über Kleinigkeiten zu schwelgen, wie z.B. die Hand- oder die Fingerhaltung, das Waschen von Mund und Nase als Elemente der Waschungen anzunehmen, vor dem Beginn des Gebets die Zähen mit “miswak” (ein trockener Zweig eines Baumes, der an einem Ende in Fasern geschlagen wurde als eine Zahnbürste) zu putzen, das Tragen von Turbanen oder Schals, um mehr Ansehen zu erhalten…
Wie viele Gebete täglich?
Im Koran werden nur 3 Kontaktgebete namentlich erwähnt. Mit anderen Worten wird das Wort “Salâh” in drei Fällen mit erklärenden Worten beschrieben. Diese sind:
Salat-al Fajr – DÄMMERUNGSGEBET (24:58; 11:114),
Salat-al Esha – ABENDGEBET (24:58; 17:78; 11:114),
Salat-al Wusta – MITTLERES GEBET (2:238; 17:78).