Wa 'alaikum assalam wa rahmatullahi wa barakatuhu,
die Du'a zu Allāh, mit Liebe, Furcht und Hoffnung, auf dass Er uns mit Seinen Gaben und Seiner Barmherzigkeit beschenkt, ist die Essenz von Anbetung, für die Allāh Seine Kreation erschaffen hat. Wir machen für alles was uns bedrückt, und auch tägliche Angelegenheiten, wie z.B. unsere Versorgung und unsere Gesundheit, Du'a, auf dass wir unsere Abhängigkeit zu Ihm, und unsere Dürftigkeit Ihm gegenüber zum Ausdruck bringen, und damit Er uns segnet und mit uns zufrieden wird, denn Er hat über alles die Macht, und nichts geschieht, außer mit Seinem Willen. Allāh hat über alles die Macht, wieso sollten wir uns dann davor zurückhalten oder schämen, Allāh auch um alles Gute zu fragen? Entsprechend Seiner Weisheit und Seinem Wissen erfüllt Er dann die Bittgebete Seiner Sklaven, aber niemals werden diese Bittgebete ins Leere gehen. Der Prophet ﷺ sagte: „Es gibt keinen Muslim der eine Du'a macht, die keine Sünde als Absicht hat, oder das Trennen der Familienbunde, außer dass Allāh ihm eine von drei Sachen gewährt: Er wird die Du'a umgehend erfüllen, oder Er wird sie für das Jenseits aufbewahren, oder Er wird ein entsprechendes Übel von ihm abwenden.“ Siehe Musnad Imām Ahmad [3/18, 11149], als Hasan klassifiziert von Hafidh Zubair 'Ali Zay, vgl. Mishkāt al-Masābih [2/18, Hadīth 2259]. In der Hoffnung dass Allāh unser Bittgebet bezüglich der Rechtleitung einer Person erfüllt, sollten wir niemals aufhören solche Bittgebete zu sagen.
Der Prophet ﷺ würde in diesem Sinne auch die Du'a machen, auf dass bestimmte Menschen rechtgeleitet werden - demnach besteht kein Zweifel daran, dass es empfohlen ist, Du'a für die Rechtleitung einer Person zu machen. Der Prophet ﷺ war derjenige, der den Qur'an am besten von allen verstanden hat, und würde eine solche Du'a gegen diesen Vers gehen, dann hätte er ﷺ nicht eine solche Du'a getan. Dass er sie aber getan hat, weist darauf hin, dass man sie ebenfalls tun sollte, und zwar mit innerer Überzeugung, auf dass Allāh die Person rechtleitet, und man sollte nicht die Hoffnung auf Allāhs Barmherzigkeit verlieren.
Bezüglich deiner Frage, glaube ich, dass die folgende Überlieferung von Abu Hurayrah [radiallahu 'anhu] deine Bedenken ausräumen wird, und dir
inshaa Allāh Hoffnung geben wird:
Abu Hurayrah [radiallahu 'anhu] berichtet: "Ich pflegte meine Mutter, die eine Polytheisten war, zum Islam einzuladen. So rief ich sie einen Tag zum Islam, aber sie sagte etwas über den Gesandten Allāh ﷺ was ich nicht mochte. So ging ich zum Gesandten Allāhs ﷺ und ich weinte, und ich sagte: "O Gesandter Allāhs, ich rufe meine Mutter zum Islam, aber sie sagte heute etwas, was ich nicht mag. So rufe doch bitte Allāh an, auf dass Er die Mutter von Abu Hurayrah rechtleitet." So sagte der Prophet ﷺ: "O Allāh, leite die Mutter von Abu Hurayrah recht." So ging ich von ihm, zufrieden mit der Du'a des Propheten ﷺ, und als ich zuhause ankam, war die Tür von innen verschlossen. Meine Mutter hörte die Geräusche meiner Schritte, so sagte sie: "Warte, O Abu Hurayrah." , und ich hörte das Geräusch von fließendem Wasser. Sie nahm ein
Ghusl, setzte ein Khimār auf, öffnete die Tür und sagte: "O Abu Hurayrah, ich bezeuge, dass es keinen gibt [der in Wahrheit] Anbetung verdient, außer Allāh, und ich bezeuge, dass Muhammed der Sklave und Gesandter Allāhs ist." Abu Hurayrah sagt: "Ich ging sogleich zum Gesandten Allāhs und ich weinte vor Freude. Ich sagte: "O Gesandter Allāhs, sei erfreut, denn Allāh hat deine Du'a bezüglich meiner Mutter erfüllt, und die Mutter von Abu Hurayrah rechtgeleitet." So preister er (ﷺ) Allāh, und sagte gute Worte..." Siehe Sahīh Muslim [2491].
Siehe auch
hier und
[/url][url=https://islamqa.info/en/answers/12053/guidance-is-in-the-hand-of-allah]hier.
O Allāh, leite unsere Geliebten zu dem Recht, mit dem Du zufrieden bist, und was Du liebst, und mache uns standhaft, und mache dann, dass wir mit Deiner Entscheidung zufrieden sind, denn gewiss bist Du der Allwissende, der Allweise. Amīn.