Al Ilmu Noorun   02-09-2012, 03:32 PM
#6
Hallo rachid27ffm und willkommen im Forum.

Ich finde es sehr gut, dass du dich hier erst einmal erkundigst, ob das Verhalten einiger Muslime tatsächlich auf den Islam zurückzuführen ist, bevor du dein Urteil über diese Religion fällst!

Wie dir bereits schon geschrieben wurde: Schulden, die man nicht zurückzahlt, sind eine sehr sehr ernste Angelegenheit im Islam und es ist Pflicht sie zurückzuzahlen, auch an Nicht-Muslime!

Ich möchte dich gerne auf folgende Überlieferung aufmerksam machen, anhand der wir erkennen können, wie sich der Prophet Mohammed (Frieden und Segen seien auf ihm), der unser Vorbild in allen Dingen ist, gegenüber einem Rabbiner verhielt, der von ihm sein geliehenes Geld auf äußerst grober Weise verlangte:

Der Rabbiner, der später Muslim wurde, berichtete dieses Hadith (diese Überlieferung) selber. Er hieß Zaid ibn Sa’nah:

“zwei oder drei tage vor ablauf der frist ging der gesandte ® zum leichenbegräbnis (Ğanãza) eines mannes von den ansar. mit ihm waren abu bakr, umar und uthman und einige seiner gefährten. nachdem der prophet das totengebet verrichtet hatte, setzte er ® sich an eine mauer.

ich packte ihn an seinem kragen und schaute ihn mit einem unhöflichen blick an und sagte: “gibst du mir, o muhammad, mein rechtmäßiges eigentum nicht zurück? denn bei allah, ich kenne euch, o söhne des abdul muttalib, nicht als menschen, die einen hinhalten und weiß dies durch meinen umgang mit euch!! er sagte weiter: “ich schaute zu umar ibn al-chattab und sah, wie sich die augen in seinem gesicht wie ein runder planet drehten. dann richtete er seinen blick auf mich und sagte: “o feind allahs, sagst du zum gesandten allahs ®, was ich höre und tust mit ihm was ich sehe? im namen dessen, der ihn mit der wahrheit sandte, wenn ich mich nicht zurückhalten würde, so hätte ich dir den nacken mit meinem schwert abgeschlagen.”

währenddessen schaute der gesandte ® mit ruhe und gelassenheit zu umar und sagte: “wir benötigen dich für andere angelegenheiten als diese o umar. undzwar, dass du mich zum guten handeln aufforderst und ihm gehorsam befiehlst. gehe mit ihm o umar und gib ihm sein recht und dazu noch 20 saa` (ein altes hohlmaß, das etwa 3 kg beträgt), weil du ihn so grob behandelt hast.” zaid sagte: “umar ging mit mir und gab mir mein recht und dazu 20 saa` datteln. ich fragte ihn, was dieser überschuss sei.” umar sagte: “der gesandte allahs ® hat mir befohlen, dir diesen überschuss auszuhändigen, weil ich dich so grob behandelt habe.” ich sagte: “kennst du mich, o umar?” da sagte umar: “nein, wer bist du?” ich sagte: “ich bin zaid ibn sa’nah.” umar sagte: “der rabbiner?” ich antwortete: “ja, der rabbiner.”

er fragte: “was hat dich dazu bewegt, den propheten auf diese art anzusprechen und ihn so zu behandeln?” ich sagte: “o umar, als ich den gesandten anschaute, erkannte ich an ihm alle kennzeichen des prophetentums, außer zweien, die ich nicht überprüft habe. seine nachsicht überbietet sein unwissen. und je größer sein unwissen ist, desto stärker ist seine nachsicht. ich habe diese beiden kennzeichen überprüft und nehme dich deshalb zum zeugen, dass ich allah als gott, den islam als religion und muhammad als propheten akzeptiere.

und ich nehme dich als zeugen dafür, dass die hälfte meines vermögens ein almosen für die gemeinschaft muhammads ist.” dann sagte umar: “oder für einen teil von ihnen, denn du kannst sie nicht alle damit versorgen.” dann sagte ich: “oder für einen teil von ihnen.” so kehrten umar und zaid zurück zum gesandten allahs. und zaid sagte: “ich bezeuge, dass es keine gottheit außer allah gibt und dass muhammad sein diener und gesandter ist.” so glaubte er an ihn ® und stimmte ihm zu. und er war zusammen mit dem gesandten allahs ® zeuge von vielen dingen und fiel in der schlacht von tabuk als märtyrer. möge allah sich zaid erbarmen.”


(sahih ibn hibban, hadith nr.288)

http://rasoulallah.net/index.php/de/arti...ticle/5191

Und hier noch ein Video, in dem Fatawa (islamische Rechtsurteile) angeführt werden, dass es ganz eindeutig für Muslime verboten ist, Nicht-Muslime zu bestehlen, zu betrügen oder zu belügen:

  
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