Warum ich den Islam als wahre Religion ansehe

As-salam alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,

Warum ich den Islam als wahre Religion ansehe und nicht das Christentum.


Wahrlich, das Lob ist Allahs. Ich bezeuge, dass es nichts gibt, dem zu Recht gedient wird, außer Allah in Seiner Einzigartigkeit, keinen Teilhaber hat Er. Und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist. Allahs Segen und Heil sei auf ihm, seiner Familie, auf seinen Gefährten und jenen, die ihnen folgen in schönster Weise, bis zum Tag der Auferstehung. Das wahrste Wort ist das Buch Allahs und die beste Führung ist die Führung Muhammads, Segen und Heil Allahs seien auf ihm.
Ich habe vor 7 Jahren zur wahren Religion, der Religion Gottes zurückgefunden, alhamdulillah (alles Lob gebührt Allah). Der Islam ist in dem Wesen eines jeden Menschen angelegt, er entspricht seiner natürlichen Veranlagung. Der Islam bietet als einzige Religion den reinen Monotheismus; es gibt keinen sog. Mittler zwischen Gott und den Menschen. Allah erhört seine Diener und Er liebt ihre Reue, denn Er ist al-Tawwab (Der die Reue annehmende).


Als ehemalige Christin werde ich oft gefragt, warum ich "ausgerechnet" zum Islam konvertiert bin. Ich möchte hier einige Gründe nennen, weshalb ich davon überzeugt bin, dass der Islam die wahre Religion ist und nicht das Christentum. InshaAllah rege ich dadurch die Nicht-Muslime dazu an, sich mehr mit dem Islam auseinander zusetzen und die Reinheit und Schönheit dieses Glaubens zu erkennen. Für meine muslimischen Schwestern und Brüder hoffe ich, dass ihre Herzen gestärkt werden für diesen Glauben und sie dankbar werden, für die Gnade, die Allah ihnen und ihren Eltern zukommen ließ, inshaAllah.


Es wird oft gesagt, dass so viele Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum existieren. Natürlich, die gibt es, denn schließlich wurden beide Religionen von Allah offenbart; aber mit der Zeit hat sich der Shirk (Götzendienst, Vielgötterei), die größte Lüge die der Shaitan (Teufel) der Menschheit jemals aufgetischt hat in die Dogmen der christlichen Glaubensinhalte eingeschlichen. Dieser Shirk ist es, der eine riesige Kluft zwischen dem Christentum und dem absoluten Ein-Gott-Glauben des Islam schafft.


Es fängt schon mit der Schöpfung des Menschen an. Der Islam unterscheidet klar zwischen dem Schöpfer und Seiner Schöpfung. Allah hat die Welt und jeden einzelnen Menschen erschaffen, aber Er ist kein Teil dieser Schöpfung. Er bleibt transzendent. Im Christentum hingegen wird behauptet, dass Gott den Menschen als Sein Ebenbild und Gegenüber erschaffen habe. Er offenbare Sein Wesen in der Schöpfung. Manche Menschen mögen jetzt argumentieren, dass Gott im Islam fern sei und im Christentum nah. Wir wissen aber, dass Allah uns näher ist als unsere Halsschlagader. Seine Schöpfung ist nicht Sein Wesen sondern Sein Zeichen für uns, damit wir über Seine Allmacht nachdenken. Durch die strenge Trennung zwischen Allah und der Schöpfung entsteht ein Schutz vor der Anbetung eines Teils der Schöpfung. Muslime beten keine Menschen, keine Tiere, keine "Glücksbringer" oder ähnliches an, weil sie wissen, dass diese erschaffen sind wie sie und dass sie ihnen weder nutzen noch schaden können.


Alhamdulillah, es gibt keine Erbsünde im Islam. In der Bibel steht, dass die Sünde eines einzigen Menschen auf den Schultern aller nachfolgenden Generationen laste. Adam (Frieden auf ihm) habe durch das essen der verbotenen Frucht im Paradies die Sünde, den Tod und die Trennung von Gott für alle Menschen in die Welt gebracht. Es gäbe keine Versöhnung mit Gott, sie sei nur durch den Tod Jesus (Frieden sei auf ihm) möglich. SubhanAllah, wir wissen, dass Allah al-Ghafur (Der stets Verzeihende) ist. Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen und Er hat die Reue Adams (Frieden sie auf ihm) angenommen. Und keine Lasttragende Seele trägt die Last einer anderen Seele.


Ich weiß nicht wie vielen Menschen das bewusst ist, aber im christlichen Glauben gilt der Mensch als böse und er kann vor Gott nichts Gutes tun (Römer 3,10-12+20; Psalm 51,6). Er kann nichts tun, keine guten Taten, kein Weinen, kein Flehen um vor Allah seine Schuld wieder gut zu machen, denn ihm haftet auf ewig die Sünde des ersten Menschen an. Der Islam hingegen bedeutet Freiheit. Die Freiheit sich für das Böse oder das Gute zu entscheiden. Im Menschen ist beides, die Anlage zum Guten und zum Schlechten. Die Gebote Allahs sind keine Einschränkungen für die Entwicklung unserer Persönlichkeit, sondern sie helfen uns, uns für das Gute zu entscheiden und das Böse zu meiden.


Im Christentum kann sich der Mensch nicht durch seine Werke Gott nähern. Der Mensch ist durch die Erbsünde von Gott getrennt. Die Wahrheit ist aber, dass der Mensch durch gute Taten und Enthalten von schlechten Dingen seinem Schöpfer näher kommt. Allah liebt Seinen Diener für seine guten Taten und Er wird zu dem Auge durch das er sieht, zu dem Ohr durch das er hört und so hilft Allah ihm in den guten Dingen und beschützt ihn vor den schlechten. Die Christen schreiben Gott einen Sohn zu. Die Bibel sagt, Jesus (Frieden auf ihm) sei vom Heiligen Geist in Maria (Frieden auf ihr) gezeugt worden und sei wahrer Mensch und wahrer Gott. SubhanAllah, Allah ist allmächtig! Er braucht sich nicht an biologische Gesetze dieser Welt zu halten. Er spricht einfach "Sei!" und so hat Er auch Jesus (Frieden sei auf ihm) erschaffen.


Stichpunkt Dreieinigkeit im Christentum: Jesus (Frieden auf ihm) ist Gottes Sohn und Gott selbst. Vater Sohn und Heiliger Geist in Einem. Wer hat dieses Konzept jemals verstanden?! Gott ist Einer! Es bedarf keiner komplizierten, undursichtigen Beschreibung um Gott anzuerkennen.
Jesus (Frieden auf ihm) ist einer der wichtigsten Propheten des Islams, aber er war ein Mensch. Er selbst betete zu seinem Schöpfer und befahl auch niemals etwas anderes als dem Einen Gott zu dienen.


Als ich noch Christin war, dachte ich immer, dass mein persönlicher Glaube an Gott nicht in Abhängigkeit zu den Prinzipien der christlichen Glaubenslehre stehen muss. Ich habe, alhamdulillah instinktiv viele Dinge die im Christentum selbstverständlich sind abgelehnt. Ich wusste nicht, dass es eine Religion gibt, die rein monotheistisch ist und dem Menschen die Chance gibt, sich durch gute Taten zu entwickeln und zu verbessern.


Frag dich doch selbst mal, ob du wirklich an die Erbsünde glaubst. Glaubst du wirklich, dass Gott, der doch barmherziger und gerechter ist als alles andere, nicht die aufrichtige Reue Seiner Geschöpfe annimmt? Willst du wirklich glauben, dass du von Gott getrennt bist und einen Vermittler brauchst, um deinen Schöpfer anbeten zu dürfen? Bist du wirklich davon überzeugt, dass der Mensch böse ist und nicht dazu in der Lage gut zu handeln? Verstehst du die Dreieinigkeit?


Wenn du diese Fragen mit Nein beantwortest, was nutzt dir dann noch dein christlicher Glaube? Ich habe als Christin z.B. nicht geglaubt, dass Jesus (Frieden auf ihm) der Sohn Gottes ist, gezeugt durch den Heiligen Geist. Ich habe ihn (Frieden auf ihm) auch nicht als Mittler zwischen mir und Gott angesehen, sondern immer direkt zu Gott gebetet. Das Christentum widerspricht jedoch solch einer Glaubenseinstellung. Der Islam hingegen fördert die direkte Beziehung zwischen Gott und dem Menschen und macht ihn frei von jeglichem Dienst an anderen Geschöpfen. Und ist es nicht genau das, was den wahren monotheistischen Glauben ausmacht?


"Beim Feigenbaum und dem Olivenbaum und dem Berg Sinai und dieser sicheren Ortschaft! Wahrlich, Wir haben den Menschen ja in schönster Gestaltung erschaffen, hierauf haben Wir ihn zu den Niedrigsten der Niedrigen werden lassen, außer denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun; für sie wird es einen Lohn geben, der nicht aufhört. Was lässt dich da weiterhin die Religion für Lüge erklären? Ist nicht Allah der Weiseste derjenigen, die richten?" (Sura at-Tin)

Anmerkung: Die Aussagen, die ich über das christliche Gottes- und Menschenbild gemacht habe, entsprechen der biblischen Auslegung der "Evangelischen Freikirche". Demnach ist es möglich, dass andere christliche Strömungen oder Kirchen Gott und die Rolle des Menschen anders definieren.

Wasalamun aleikom, Amina

 

© Die Wahrheit im Herzen

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