Die Lage und Stämme der Araber

Die Lage und Stämme der Araber

 

Ohne Zweifel repräsentiert die Biographie des Propheten Muhammed (Friede und Segen seien mit ihm) offenkundig eine vollständige Verkörperung der erhabenen göttlichen Botschaft, die er verkündete, um die Menschheit vor dem Sumpf der Dunkelheit und des Polytheismus zum Paradies des Lichts und des Monotheismus zu führen. Eine authentische und übergreifende Abbildung dieser Botschaft ist daher nur durch sorgfältiges Studieren und durch gründliche Analyse, sowohl der Hintergründe als auch der Aspekte einer solchen Biographie möglich.

In Anbetracht dessen wird hier ein ganzes Kapitel über das Wesen und Entwicklung der arabischen Stämme vor dem Islam und die begleitende Umgebung, die die Mission des Propheten umschloss, eingeführt.

 

Die Siedlungsgebiete der Araber

Das Wort „arab“ ist ein Prädiktor der Wüsten, der Einöden, des unfruchtbaren Landes, indem es weder Wasser noch Pflanzen gibt. Seit der Antike wurde dieser Begriff für die arabische Halbinsel und ihre Bewohner angewandt.

Begrenzt wird die Arabische Halbinsel im Westen vom Roten Meer und dem Sinai, im Osten vom Arabischen Golf und dem südlichen Teil Iraks, im Süden vom Arabischen Meer, was eine Randmeer des Indischen Ozeans ist, und im Norden von Scham und einen Teil von Irak. Bein manchen Grenzen gibt es Meinungsverschiedenheiten.

Die Fläche wird auf eine Größe zwischen einer Million und 1,3 Millionen Quadratmeilen geschätzt[1]. Dank ihrer geografischen Lage hat die Halbinsel ihre große Bedeutung immer aufrechterhalten.

Bezüglich ihrer inneren Lage besteht sie meist aus Wüsten und vom Sand bedeckten Orten, was sie für Fremde und Eindringlinge unzugänglich macht, und ihren Völkern völlige Freiheit und Unabhängigkeit durch Jahrzehnte hinweg gewährt hat, trotz der Präsenz der großen, benachbarten Imperien.

Auf der anderen Seite hat ihre äußere Lage dazu geführt, dass sie zum Zentrum der alten Welt wurde und sie mit See- und Landverbindungen mit den meisten Nationen der Zeit versorgte. Dank dieser strategischen Position wurde die Arabische Halbinsel zum Zentrum des Handels, der Kultur, der Religion und der Kunst.

 

Arabische Stämme

Die Arabischen Völker werden nach der Abstammungslinie in drei Gruppen eingeteilt:

  1. Die vergangenen Araber: die alten Araber, deren Geschichte wenig bekannt ist, und von denen Âd, Themud, Tasm, Jadis, ‘Imlaq, Umeim, Dschurhum, Hadur, Webar, Dschasim, Hadra Maut und andere waren.  
  2. Die reinen Araber: Die aus den Nachkommen von Jaschdschub Sohn von Ja’rub Sohn von Qahtân hervorgehen. Sie werden auch die qahtânischen Araber genannt.
  3. Die arabisierte Araber: Die aus den Nachkommen von Isma‘iel (Friede auf ihn) hervorgehen. Sie werden auch die adnânischen Araber genannt.

Die reinen Araber – die Leute von Qahtân – lebten ursprünglich im Jemen, deren Stämme und Sippen aus den Kindern von Saba Sohn von Jaschdschub Sohn von Ja’rub Sohn von Qahtân entstammten. Von denen zwei sehr bekannt sind:

  1. Himyar Sohn von Saba: Dessen bekanntesten Sippen waren Quda’a (von ihnen Bahra, Beliy, Al-Qayn, Kelb, ‘Uzrah und Barah), Sakâsik (von ihnen die Söhnen von Zaid Sohn von Wa’ilah Sohn von Himyar) und Zaid Al- Dschamhur (von ihnen Humyar der kleine, Saba der kleine, Hadûr, Dhu Asbah).
  2. Kahlan Sohn von Saba: Dessen bekannteste Sippe waren Hamdan, Ahlân, Asch’ar, Tai‘, Meshidsch (von ihnen Ans und An-Nach‘), Lachm (von ihnen Kindah, die Söhne von Mu’awiyah, Es-Sekûn und Es-Sekâsik), Dschuzâm, Amilah, Chawlan, Ma’afir, Enmâr ( von ihnen Chas’am und Bedschieleh und von Bedschieleh Ehmas), El-Ezd (von ihnen El-Ews, El-Chazradsch, Dschuzâ’ah, die Kinder von Dschefneh – die Könige vom Schâm, die bekannt waren als die Sippe von Ghassân).  

Die restlichen Kinder von Saba (zwischen 11-14) haben keine Sippschaft und wurden As-Sabiyyun genannt.

Die Kahlan-Sippe verließ Jemen vor der großen Flut (Sail Al-‘Arim vom Staudamm von Ma’rib), um in verschiedenen Teilen der Arabischen Halbinsel zu wohnen, aufgrund des Misserfolgs im Handel unter dem römischen Druck und Herrschaftsbereich auf  See- und Landeswege des Handels, welche auf die römische Besetzung von Ägypten und Syrien folgten.  Es wird auch gesagt, dass sie das Land erst nach der großen Flut verließen, sowie der Quran darauf hindeutet in dem Kapitel Saba.

Natürlich führte der Wettkampf zwischen Kahlan und Himyar  zur Aussiedlung der Ersteren und zur Niederlassung der Letzteren im Jemen.

Die ausgewanderten Sippen von Kahlan können in vier Gruppen unterteilt werden:

  1. El-Ezd: Die, unter der Führung von ‘Imran ibn ‘Amr Muzaiqiya‘, im Jemen wanderten, Wegbereiter schickten und schließlich in Richtung Norden und Osten aufbrachen.

Die Details ihrer Auswanderung können folgendermaßen zusammengefasst werden:

- Imran ibn Amr und seine Kinder lassen sich in Oman nieder und werden zu „Ezd Oman“.

- Die Kinder von Nasr besiedelten Tehamah und wurden zu „Ezd Schenueh“.

- Tha’labah bin ‘Amr verließ seinen Stamm Al-Azd Richtung Hidschâz[2]. Er wohnte zwischen „Tha’libiyah“ und „Dhi Qar“. Als er stärker wurde, brach er nach Medina auf, wo er blieb.  Von ihm stammen El-Ews und El-Chazradsch, die Söhne von Harithah bin Tha’labah.

- Harithah bin ‘Amr, bekannt als Chuzâ’a, wanderte mit seinen Leuten in den Hidschâz, bis sie zu „Mar Ez-Zahran“ kamen. Später eroberten sie El-Haram und ließen sich in Mekka nieder, nachdem sie dessen Leute, den Stamm von Dschurhum,  vertrieben hatten.

- Jafnah bin ‘Amr und seine Familie gingen nach Schâm, wo er sich niederließ und ein Königreich von Ghassan initiierte (Er war der Vater und der erste König der Ghassaniden), das nach einer Wasserquelle in Hidschâz benannt wurde, wo sie auf ihrem Weg nach Schâm anhielten.

- Einige kleine Sippen kamen nach der Auswanderung nach Hidschâz und Schâm zu diesen Gruppen hinzu, wie z.B. Ka’b, El-Hârith und Auf Söhne von Amr.

  1. Lachm und Dschuzâm: Sie wanderten ebenso nach Norden und Osten. Von ihnen stammte Nasr Sohn von Rabi’ah, Vater der Könige von Manadhirah, in al-Hīra[3].
  1. Die Söhne von Tai‘: die auch in Richtung Norden auswanderten, um bei den Bergen  Adscha und Salma sich anzusiedeln, die infolgedessen Tai’-Berge genannt wurden.
  1. Kindah: die in Bahrain sich niederließen, aber nach Hadra Maut vertrieben wurden, dann sich in Nadschd sich niederließen, wo sie eine mächtige Regierung errichteten, jedoch nicht für eine lange Zeit, da der ganze Stamm bald dahinschwand.

Ein anderer Stamm von Himyar, bekannt als Quda’a, verließ Jemen auch und wohnte in der Es-Semawah Halbwüste an der Grenze von Irak. Einige von ihnen gingen auch nach Schâm und den Norden von Hidschâz.

Die arabisierten Araber gehen in ihrer Ahnenlinie zu ihrem großartigen Großvater Abraham (Friede sei auf ihm) zurück, von einer Stadt namens  „Ar“ nähe Kufa auf dem Westufer von Euphrat im Irak.  Ausgrabungen brachten bedeutende Details zu der Stadt, zu Abrahams Familie und zu der vorherrschenden Religion und zu sozialen Umständen ans Licht.

Es ist bekannt, dass Abraham (Friede sei auf ihm) Ar verließ und nach Harrân und dann nach Palästina ging, woraus er ein Zentrum  für seine Botschaft machte. Er durchwanderte das ganze Gebiet.

Als er nach Ägypten ging, versuchte der damalige Pharao, seiner Frau Sarah Übles anzutun, aber Allah beschützte sie und Pharaos niederträchtiger Plan kehrte zu ihm zurück. Er begriff daher ihre starke Bindung zu Allah und als Anerkennung ihres Anstands übergab Pharao Hâdschar[4] zu ihren Diensten, aber Sarah übergab Hâdschar Abraham als Ehefrau.

Abraham kehrte nach Palästina zurück, wo Hâdschar Ismael zur Welt brachte. Sarah wurde so eifersüchtig auf Hâdschar, dass sie Abraham zwang, Hâdschar und ihr neugeborenes Baby zu meiden. So nahm Abraham sie beide in den Hidschâz, in ein unfruchtbares Tal  bei einem kleinen Berg, bei dem Heiligen Haus, von rechts und links kommenden Fluten ausgesetzt.

Er suchte für sie einen Platz unter einem hohen Baum über Zamzam, in der Nähe von der oberen Seite der Moschee in Mekka, wo es weder Leute noch Wasser gab und ging zurück nach Palästina. Er überließ seiner Frau und dem Baby eine Ledertasche mit einigen Datteln und einen Wasserkrug.  Bald hatten sie weder Essen noch Wasser übrig, aber Dank Allahs Huld sprudelte ZamZam hervor, um sie für einige Zeit zu stärken. Die vollständige Geschichte ist schon jedem bekannt[5].

Ein anderer jemenitischer Stamm – Dschurhum der Zweite – kam nach Mekka und siedelte sich nach der Erlaubnis Hâdschars an, nachdem sie in den Tälern um Mekka gelebt haben sollen. Es wird in Sahih Al-Buchâri erwähnt, dass dieser Stamm nach Mekka kam, noch bevor Ismael ein junger Mann war, obwohl sie dieses Tal lange vor diesem Ereignis durchreisten.

Abraham (Friede sei auf ihm) ging nach Mekka, um von Zeit zu Zeit seine Frau und seinen Sohn zu sehen.  Die Anzahl dieser Reisen ist immer noch unbekannt, aber authentische, historische Quellen sprachen von vier:

1 - Allah der Erhabene erklärt im edlen Koran, dass Er Abraham träumen ließ, dass er seinen Sohn Ismael opfert, und daher stand Abraham auf, um Seinem Befehl Folge zu leisten:

„Dann, als sie sich beide dem Willen Allahs ergaben, und er ihn auf seine Stirn niedergeworfen hinlegte (oder auf die Seite seiner Stirn, um ihn zu opfern); und Wir riefen zu ihm: „Oh Abraham! Du hast den Traum (Vision) wahr gemacht!“ „Wahrlich, so belohnen Wir die Wahrhaften. Wahrlich, das ist gewiss eine offenkundige Prüfung – und Wir erlösten ihn mit einem großen Opfer.[6]“ [37:103-107]

Es wird in der Genesis erwähnt, dass Ismael 13 Jahre älter als sein Bruder Ishak war. Die Abfolge der Erzählung von der Opferung von Ismael zeigt, dass es tatsächlich vor Ishaks Geburt geschah, und dass Allahs Versprechen, Abraham einen weiteren Sohn, Ishak, zu geben, nach der Erzählung der ganzen Geschichte kam.

Diese Geschichte erzählt von einer Reise -mindestens - bevor aus Ismael ein junger Mann wurde. Al-Buchâri, überliefert von Ibn ‘Abbas, berichtete von den anderen drei Reisen; die Zusammenfassung davon lautet folgendermaßen:

2 - Als Ismael ein junger Mann wurde, lernte er Arabisch von dem Dschurhum-Stamm, welche ihn mit großer Bewunderung liebten und ihm eine ihrer Frauen zur Ehefrau gaben, bald nachdem seine Mutter starb. Abraham  kam  nach Ismaels Hochzeit nach Mekka, aber er fand ihn nicht zu Hause. Er fragte Ismaels Frau nach ihrem Ehemann und wie es ihnen ging. Sie beklagte sich über Armut, so bat er sie darum, Ismael zu sagen, dass er seine Türschwelle austauschen soll. Ismael verstand die Nachricht, ließ sich von seiner Frau scheiden und heiratete die Tochter von Mudâd ibn ‘Amr, Führer des Dschurhum-Stammes.

3 - Abraham kam noch einmal, um seinen Sohn zu sehen, fand ihn aber wieder nicht zu Hause. Er stellte seiner neuen Frau dieselbe Frage, auf welche sie sich bei Allah bedankte. Abraham bat sie darum, Ismael zu sagen, dass er seine Türschwelle befestigen soll[7] und ging zurück nach Palästina.

4 - Abraham kam ein drittes Mal nach Mekka und fand Ismael unter einem hohen Baum in der Nähe von ZamZam, als er dabei war, einen Pfeil zu schleifen. Das Treffen, nach einer sehr langen Reise der Trennung, war sehr bewegend für einen so liebevollen Vater und einen so gehorsamen und rechtschaffenen Sohn. Dieses Mal bauten Vater und Sohn  die Kaaba und  errichteten ihre Säulen, und Abraham, in Gehorsam gegenüber Allahs Gebot, rief die Leute dazu auf, zu ihr zu pilgern.

Durch Allahs Gnade hatte Ismael mit der Tochter von Mudâd zwölf Söhne, deren Namen Nabit, Qaydâr, Edbaiel, Mibschâm, Mischmâ‘, Dumâ, Mischâ, Hudud, Teymâ, Yetûr, Nafies und Qayduman waren.

 Sie bildeten schließlich zwölf Stämme, die Mekka ein Zeit lang bewohnten.  Sie betrieben Handel zwischen Jemen, Schâm und Ägypten. Später verbreiteten sich diese Stämme überall auf der ganzen Halbinsel, und sogar außerhalb. Dann gerieten alle in der Tiefe der Zeit in Vergessenheit, außer den Nachkommen von Nabit und Qaydâr.

Die Nabatäer – Söhne von Nabit – gründeten im Norden von Hidschâz eine florierende Zivilisation, sie gründeten eine mächtige Regierung, die ihren Herrschaftsbereich über alle benachbarten Stämme ausbreitete und Petra zu ihrer Hauptstadt machte.  Keiner wagte es, ihre Macht herauszufordern bis die Römer kamen und es schafften, ihr Königreich zu vernichten.

Nach einer umfangreichen Forschungsarbeit und sorgfältiger Nachforschung kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Könige von Ghassan, neben den Ansâr von den El-Ews und El-Chazradsch, sie von der Familie von Nabit Son von Ismael waren. Doch Ibn Hadscher korrigierte dies in Feth El-Bâri, dass die Familie von Qahtân von Nabit Sohn von Ismael abstammte.

Die Nachkommen von Qaydâr Sohn von Ismael, lebten lange in Mekka und vermehrten sich, von denen ‘Adnân und Sohn Ma’add stammen, zu denen der Ursprung der ‘adnânischen Araber zurückgeht.  ‘Adnân ist der 21. Großvater in der Serie des prophetischen Abstammung. Es wurde gesagt, dass, wann immer der Prophet von seiner Abstammung sprach, er bei ‘Adnan stoppte und sagte: „Die Ahnenforscher lügen“ und ging nicht über ihn hinaus.

Eine Gruppe von Gelehrten befürworteten jedoch die Wahrscheinlichkeit, über ‘Adnan hinauszugehen, ohne den oben erwähnten prophetischen Hadith zu berücksichtigen.

Sie fuhren damit fort, dass es genau 40 Väter zwischen ‘Adnan und Abraham gab.

Nizar, Ma’adds einziger Sohn, hatte vier Söhne, die sich in vier große Stämme verzweigten; Iyad, Enmâr, Rabi’ah und Mudar. Die letzten zwei unterteilten sich in mehrere Sippen. Von Rabi’ah waren Dubay’ah, Esed und von Esed ‘Anzeh und Dschedieleh und von Dschedieleh viele berühmte Stämme, wie Abdulqays, En-Nemir, die Söhne von Wâ’il (von ihnen Bekr und Teghlib, und von den Söhnen von Bekr die Söhne von Qays und die Söhne von Schieban und die Söhne von Haniefeh und andere). Was ‘Anzeh betrifft von ihnen die Sippschaft Su’du von denen die Könige von Saudi-Arabien bis unsere Zeit abstammen.

Die Mudar-Stämme verzweigten sich in zwei große Linien: Qais ‘Ailan und Sippschaft von Elias bin.

Von Qais ‘Ailan stammten die Söhne von Saliem, die Söhne von Hawazin, die Söhne von Thegief, die Söhne von Sa’s’ah und die Söhne von Ghatafan. Von Ghatafan ‘Abs, Subyan, Eschdscha, E’sar.

Von Elias stammten Tamiem bin Murrah, Hudhail bin Mudrikah, die Söhne von Esed Sohn von Chuzaimah und von Kinanah Sohn von Chuzaimah kamen die Quraisch, die Nachkommen von Fahr Sohn von Malik Sohn von En-Nadr Sohn von Kinanah.

Die Quraisch verzweigten sich in verschiedene Stämme, die bekanntesten davon waren: Jumah, Sahm, ‘Adiy, Machzum, Taym, Zuhrah und die drei Sippen von Qussai Sohn von Kilab: ‘Abdud-Dar, Esed Sohn von ‘Abdul-‘Uzza und ‘Abdu-Manaf.

Abdu-Manaf verzweigte sich in vier Stämme: Abdusch-Schams, Nawfal, El-Muttalib und Haschim. Es ist jedoch von der Familie von Haschim, dass Allah den Propheten Muhammed Sohn von Abdullah Sohn von Abdul-Muttalib Sohn Haschim erwählte.

Der Prophet Muhammed (Friede und Segen auf ihm) sagte:

Allah wählte Ismael unter den Söhnen von Abraham aus, Kinanah unter den Söhnen von Ismael, Quraisch unter den Söhnen von Kinanah, Haschim unter den Söhnen der Quraisch und Er wählte mich unter den Söhnen von Haschim aus.“[8]

Al-Abbas Sohn von Abdul-Muttalib zitierte den Gesandten Allahs (Friede und Segen auf ihm) folgendermaßen:

„Allah erschuf die Menschheit und machte mich von den besten Gruppen,  dann machte er mich vom besten Stamm, dann machte er mich von der besten Familie. Somit habe ich die beste Abstammung und die beste Familie.“ [9]

Nachdem sich die Kinder von Adana vermehrt hatten, breiteten sich die Kinder von Adnan über verschiedene Teile von Arabien aus, um nach Nahrung und Wasser zu suchen.

Der Stamm von Abdul-Qays, einige Sippen von Bekr Sohn von Wâ’il und einige Sippen von Tamim, wanderte nach Bahrain aus und siedelten sich dort an.

Die Söhne von Hanifa Sohn von Sa’b Sohn von Ali Sohn von Bakr ging nach Hudschr, die Hauptstadt von Yamâmeh. Die restlichen Stämme von Bakr lebten auf der Landesfläche, auf Yamâmeh, Bahrain, Saif Kazima, die Seeküste, die äußeren Grenzen von Irak, Ablah und Hait.

Die meisten von den Stämmen von Teghlib lebten im Euphrat-Gebiet, während manche von ihnen mit Bakr lebten. Die Söhne von Taym lebten im Tal von Basra.

Die Söhne von Saliem lebten in der Nähe von Medina auf dem Land, das sich von Wadi Al-Qura über Chaibar vorwärts zu den östlichen Bergen zu Harrah ausstreckte.

Thaqif wohnte in Ta’if und Hawazin, Osten von Mekka nahe Autas auf der Strecke von Mekka nach Basra.

Die Söhne Esed lebten auf dem Land östlich von Tiema‘ und westlich von Kufa, während die Familie von Tai dazwischen lebte. Sie waren fünf Tageswege entfernt von Kufa.

Zubyan bewohnte ein Stück Land nahe Tiema‘ und Hawran.

Manche Sippen von Kinanah lebten in Tihāma[10], während Sippen von Quraisch in Mekka und in seinen Vororten wohnten. Die Quraisch blieben völlig gespalten, bis Qussai Sohn von Kilab es schaffte, ihre Stände zu ehrenhaften Bedingungen zusammenzubringen und ihnen war nur ihre Ehre wichtig.

 

[1] Ca. 2,73 Millionen km². Heut zutage wird Irak auch dazu gezählt.

[2] Der Hedschas oder Hidschâz ist eine Landschaft im westlichen Saudi-Arabien. Die Landschaft Hedschas ist 461.111 km² groß und umfasst den nordwestlichen Teil der arabischen Halbinsel bis etwa zum jemenitischen Bergland, in neuerer Zeit oft nur bis zur Grenze der Landschaft ʿAsīr. Nach Norden ist der Hedschas nicht klar gegen die Schām genannte Region abgegrenzt. Im Westen bildet das Rote Meer die natürliche Begrenzung. Auf der Höhe des Wādī Hamadh beginnt die Landschaft Midian, die oft nicht zum eigentlichen Hedschas gezählt wird und, die bis ­Aqaba reicht. Die trockene Küstenebene der Tihāma wird ebenfalls häufig nicht zum Hedschas gezählt. Die Abgrenzung nach Osten zum Nedschd (Nedschd heißt Hochland) ist wenig klar.

 

[3] Al-Hīra war die Hauptstadt der Lachmiden. Sie wurde 602 von den Sassaniden unter Chosrau II. und 633 von den Arabern unter Chalid ibn al-Walid, einem Heerführer des Propheten Muhammeds (Friede und Segen auf ihm), erobert. al-Hīra lag südlich der heutigen Städte Nadschaf und Kufa im Irak.

[4] Es wurde viel diskutiert woher sie stammte, einige sagten, sie war schon immer eine Sklavin, andere meinten, sie war die Tochter vom Pharao, andere sagte, sie sei eine frei Frau, die versklavt wurde. Wohl beste Meinung ist, dass sie die Frau eines Königs war, der zum Opfer der Kriege dieses Pharaos fiel und der Pharao nahm sie als Kriegsbeute mit und versklavte sie als Bedienstete bei sich, bis Allah ihr die Freiheit wieder gab durch die Heirat mit Abraham (Friede sei auf ihn).

[5] Schau in Al-Buchâri im Kapitel Die Propheten

[6] Allah sandte Abraham ein Schafsbock vom Paradies

[7] D. h. seine Frau behalten soll

[8] Muslim 2/245; Tirmidhi 2/201

[9] Tirmidhi 2/201

[10] Tihāma ist eine schwülheiße Wüste, die sich auf der arabischen Halbinsel als etwa 60 km breiter Streifen entlang der West- und Südküste vom Hedschas in Saudi-Arabien über ‘Asir bis in den Jemen zieht.

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