Weisheiten des Fastens

Jedes Mal, wenn der Monat Ramadân beginnt und der Hilâl (die Neumondsichel) gesichtet wurde, entstehen ein fester Wille und eine starke Absicht, die jeder Muslim spüren kann. Er fastet diesen Monat im Gehorsam gegenüber seinem Herrn und wünscht, von diesem Glaubenstraining zu profitieren. Er führt sich die großartigen Weisheiten dieses Monats, dieser vielmehr äußerst bedeutsamen Säule des Islâm vor Augen. Einige dieser Weisheiten sind folgende:

1. Es ist ein praktischer Test der Wahrhaftigkeit des Gläubigen. Wenn der Fastende tagsüber die im Grunde erlaubten Dinge wie das Essen und Trinken unterlässt, gehört es sich einem vernünftigen Menschen nicht, etwas zu tun, was während oder außerhalb des Fastens verboten ist. Es ist unlogisch, dass sich jemand von etwas Erlaubtem enthält, um Allâh zu gehorchen, und dann etwas Verbotenes begeht, das ihm Allâh im und außerhalb des Ramadân verboten hat. Der außereheliche Geschlechtsverkehr ist gemäß Übereinstimmung aller Muslime verboten. Ein Fastender wird ihn also nicht begehen, wenn er sich gerade im Ramadân des ursprünglich erlaubten Essens enthält.
 
Das Bestehen dieser Prüfung bringt den Gläubigen dazu, den Anweisungen Allâhs zu allen Zeiten und in allen Situationen zu folgen. Auf diese Aufrichtigkeit weist der ehrwürdige Qurân mit den Worten Allâhs des Erhabenen „...damit ihr in Ehrfurcht gegenüber Allâh demütig werden möget“ hin. Es bedeutet: Haltet euch von den Dingen fern, die Er euch verboten hat, wie ihr auch das Essen und Trinken während des Fastens meidet!
 
2. Die Prüfung des Fastens setzt ein großes Fragezeichen den Fastenden, die die Bedeutung dieser Pflicht verstanden haben. Sie müssen überlegend an ihm festhalten, wenn sie den Schmerz des Hungers, die Hitze des Durstes und die Bitterkeit des Entzuges verspüren. Sie fühlen dadurch das, was die Armen und Bedürftigen außerhalb des Ramadân erleiden. Sie erleben durch die Freude des Fastenbrechens, was ihnen Allâh an Gnadenerweisen gewährt hat. Der Arme verspürt ebenfalls diese Freude, wenn ihm der Reiche hilft, indem er ihm die Qual des Hungers und seine Bedürftigkeit nimmt. Dies ist die gemeinschaftliche Fürsorge. Wer diese Bedeutungen nicht erfährt, der gehört nicht zu den wahren Fastenden. Daher sagte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Der Gläubige ist nicht derjenige, der die Nacht satt verbringt, während sein Nachbar hungert.
 
3. Die psychische Freude und die seelische Ruhe der gesellschaftlichen Einheit bei dieser Pflicht: Sie enthalten sich des Essens und Trinkens zur selben Zeit und brechen ihr Fasten zur selben Zeit. Sie brechen es nach Warten und Leiden der Seele, die etwas gewohnt ist, was sie am Tag im Ramadân nicht findet. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Der Fastende erlebt zwei Freuden. Eine Freude bei seinem Fastenbrechen und eine Freude, wenn er seinen Herrn trifft.
 
4. Man entledigt sich in diesem Monat der Angewohnheiten und Begierden, die die Seele in Beschlag genommen haben. Manch einer von uns geduldet sich nicht einmal wenige Stunden ohne Essen und Trinken. Wenn der Ramadân aber kommt, siehst du, dass er alles, was er möchte, erblickt. Er streckt seine Hand jedoch nach nichts von alledem aus, der Anweisung Allâhs folgend. Da der Fastende dies aus freiem Willen tut, obwohl er die Möglichkeit hätte, heimlich sein Fasten zu brechen, und es nur die Furcht vor Allâh ist, die ihn abhält, ist das Fasten zu einer aufrichtigen Anbetungshandlung geworden. Die Person strebt nur durch diese Anbetungshandlung nach der Belohnung Allâhs und fürchtet bei einem Verstoß nur die Bestrafung Allahs. Die Belohnung für das Fasten ist unbegrenzt und wird nur von Allâh festgelegt. In einem von Allâh direkt an den Propheten übermittelten Hadîth ist überliefert: „Jede Tat des Sohnes Adams ist für ihn, außer das Fasten. Es ist für Mich und Ich belohne es.“ Die Fastenden treten deswegen durch ein besonderes Tor in das Paradies ein, das Ar-Rayyân (wohl bewässert) genannt wird. Verwehrt wird es dem, der sein Fasten durch Sünden zerstört, die diese Anbetungshandlung ungültig machen.
 
5. Die unzählbaren psychischen und gesundheitlichen Vorteile sind der Wissenschaft und denjenigen, die den Sinn hinter dieser von Allâh geschaffenen Pflicht verstehen, nicht verborgen geblieben. Es reicht, dass der Mensch seinen Tag ohne eine sinnlose Beschäftigung verbringt und ihn einer der bedeutsamsten Anbetungshandlungen widmet.
 
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Der Zweck des Fastens

Erstens müssen wir festhalten, dass eins der Namen Allahs Al-Hakim (der meist Weise) ist. Das Wort Hakim hat von der Ableitung her die gleichen Wurzeln wie Hukm (regieren) und Hikmah (Weisheit). Allah ist der Einzige der Entscheidungen ausgibt und seine Entscheidungen sind am meisten Weise und vollkommen.

Zweitens: Allah gibt keine Entscheidungen heraus, ohne dass eine große Weisheit dahinter steckt, welche wir vielleicht verstehen können oder nicht zum Verständnis für die Sache geleitet werden.

Wir könnten einiges davon wissen, aber ein großer Teil ist uns verborgen.

Drittens: Allah hat uns den Grund und die Weisheit hinter der Auferlegung des Fastens an uns berichtet, Wie ER sagt (Interpretation der Meinung):

„ O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch, zu fasten, so wie es denen vorgeschrieben worden ist, die vor euch lebten, auf dass ihr gottesfürchtig (Al-Mutaqqun) werdet, " Der Koran 2:18

Fasten ist ein Instrument um Taqwa (Frömmigkeit, Gewissenhaft gegenüber Allah zu sein) zu erlangen, und Taqwa bedeutet, dass zutun was Allah uns vorgeschrieben hat und das was Er  verboten hat zulassen.

Im Islam ist Fasten eins der wichtigsten Instrumente, um einer Person, bei der Ausführung Allahs Befehle, zu helfen.

Die Gelehrten berichten einige Gründe warum uns das Fasten Auferlegt ist, all dessen sind Attribute von Taqwa, aber es ist nichts Falsches dabei wenn man sie hier zitiert, um die Aufmerksamkeit der fastenden Menschen zu erlangen und sie zu motivieren weiter zu machen.

 

Unter den Gründen des Fastens sind:

·                     Fasten ist ein Mittel, das uns dankbar macht und uns lehrt sich für Freude zu bedanken. Fasten bedeutet Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr aufzugeben, welches große Freuden sind. Bei dem Verzicht auf sie für eine kurze Zeit, fangen wir an sie mehr Wertzuschätzen. Denn der Segen Allahs ist erst dann erkannt wenn man auf sie verzichtet, du fängst an sie wahrzunehmen, also motiviert dies dazu Dankbar zu sein.

·                     Fasten ist auch ein Instrument um Dinge die Haram sind aufzugeben, denn wenn jemand Dinge die Halal sind aufgibt um Allah damit zu erfreuen und für die Furcht vor der schmerzhaften Strafe, so wird er wahrscheinlich in der Lage sein von Haram Sachen wegzubleiben. Also ist Fasten eine Möglichkeit um Dinge die verboten sind zu vermeiden.

·                     Fasten versetzt uns in die Lage unsere Bedürfnisse zu kontrollieren, denn wenn jemand satt ist so wachsen seine Bedürfnisse, aber wenn er hungrig ist werden seine Bedürfnisse schwach. Daher sagte der Prophet (saw) " Oh Ihr jungen Leute! Wer immer unter euch die Möglichkeit hat zu heiraten, lass ihn es tun, denn es ist sehr effektiv bei der Herabsenkung des Blickes und schützt der eigenen Reinheit. Wer immer dies nicht tun kann, lasst ihn fasten, denn es wird ein Schutzschild für ihn sein."

·                     Fasten macht uns mitfühlend gegenüber den Armen, denn wenn der Fastende die Schmerzen des Hungerns für eine kurze Zeit erfährt, erinnert er sich an solche die immer in so einer Situation sind, also wird er ihnen gegenüber sozial und zeigt ihnen Mitgefühl.

·                     Fasten erniedrigt und schwächt den Schaytan (Satan), es schwächt den Effekt seines Flüsterns (waswaas) auf die Person und reduziert die schlechten Taten der Person (Sünde).  Das ist warum der Schaytan, wie Blut, durch den Sohn Adams „fließt“, als der Prophet (saw) sagte, aber Fasten schmälert die Wege durch die der Schaytan fließt, also wird sein Einfluss weniger.

    [Shaykh al-Islam said in Majmu' al-Fatawa, 25/246

 

Zweifellos wird Blut durch Essen und Trinken geschaffen, also wenn jemand isst und trinkt, werden die Wege durch die der Teufel fließt- welches das Blut ist- weit. Aber wenn eine Person fastet, werden die Wege in denen das Teuflische fließt geschmälert, so sind dann die Herzen motiviert gutes zutun, und schlechte Taten aufzugeben.

·                   Die Fastende Person trainiert sich selbst an die Erinnerung Allahs, dass ER immer einen sieht, also gibt er Dinge für die er Bedürfnisse hegt, für IHN auf, obwohl er die Möglichkeit hätte sie zubekommen, denn er weiß, dass Allah ihn sehen kann.

·                   Fasten heißt auch eine Einstellung zur Askese (Enthaltsamkeit) zu entwickeln bezüglich dieser Welt und seiner Bedürfnisse, und nachdem verlangen was bei Allah (swt) ist.

·                   Es sorgt dafür, dass der Muslim gewohnt ist, große Taten und Aktionen als Anbetung zu tun, denn die fastende Person tut normalerweise mehr Taten zur Anbetung Allahs und ist daran gewöhnt.

 

Diese sind einige Gründe warum das Fasten Auferlegt ist. Wir bitten Allah uns zu helfen sie zu erlangen und ihn richtig Anzubeten.

 

Und Allah weiß es am besten.


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